Europa hatte genug Zeit zu agieren: Jetzt kommt der Zoll-Hammer auf Autoimporte in die USA
Jahrzehnte lang hat die Politik in Europa den Import amerikanischer Autos erschwert, mit Massnahmen (z.B. CO2 Strafabgaben nach Gewicht etc.), die nicht offen, aber direkt gegen US-Cars gerichtet waren. Auch die Schweiz. Seit Januar ist Präsident Trump am Ruder. Er akzeptiert das faktische Verunmöglichen amerikanischer Autos in europäischen Ländern zu recht nicht mehr. Weil Europa meint, es könne seine Autos munter weiter in die USA verkaufen. Es war logisch, dass da eine Korrektur kommt. Drei Monate hatte Europa Zeit zu agieren. Die Zeit ist um. Jetzt kündigt der US-Präsident 25 Prozent Zölle für Autoimporte in die USA an, welche vor allem deutsche Autobauer und ihre Schweizer Zulieferer massiv treffen werden.

Präsident Trump plant Strafzölle auf in die USA importiere Autos – auch aus Europa. Dies, um die US-Produktion zu stärken und das Handelsdefizit zu verringern. Besonders Deutschland dürfte hart getroffen werden.
Fast die Hälfte der in den USA verkauften Autos wird importiert, viele Bauteile stammen aus dem Ausland. «Wenn Sie Ihr Auto in den Vereinigten Staaten bauen, gibt es keinen Zoll», sagte der Republikaner im Weissen Haus.
Kommende Woche, am 2. April, will Trump ein grossangelegtes Zollpaket verkünden. Länder, die bis jetzt also die Beseitigung von Handelsungleichheiten verpennt haben, werden an die Kasse kommen. Die Schweiz hat ihre massiven Belastungen US-amerikanischer Autos bis heute nicht aufgehoben. Sie wird massive Auswirkungen auf die Schweizer Zulieferer der Autoindustrie erfahren und nimmt das offensichtlich in Kauf.
Zu den wichtigsten Auto-Lieferanten der USA gehören Mexiko, Japan, Südkorea, Kanada und Deutschland. Zölle auf Fahrzeugimporte dürften daher die deutsche Autoindustrie erheblich belasten. Man spricht sogar von einem Genickbruch für einige Marken. Denn die USA sind ihr wichtigster Absatzmarkt, wie jüngste Zahlen des Statistischen Bundesamts zeigen. Die USA importieren mehr Autos aus der EU als umgekehrt. Während die USA auf Autos aus der EU bisher nur 2,5 Prozent Zoll erhebt haben, verlangte die EU 10 Prozent auf US-Autoimporte, argumentiert Trump.
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