Das Internet verändert, welche Arten von Gesichtern Menschen attraktiv finden. Das ist das Ergebnis einer Forschungsarbeit an der University of St. Andrews in Schottland http://st-andrews.ac.uk. Dabei wurden die Präferenzen von Menschen mit und ohne Internetzugang in El Salvador miteinander verglichen.

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Symbolbild von Sara Hegewald / pixelio.de

Die Probanden mussten sich zwischen Fotos von Menschen mit unterschiedlichem Gewicht und typisch maskulinen oder typisch femininen Gesichtern entscheiden, beziehungsweise solchen, die nicht typisch für ihr Geschlecht sind.

Menschen mit Internetzugang bevorzugten fast ausschließlich jene Männer, die sehr maskulin aussehen und jene Frauen, die einen dünnen und femininen Eindruck machen.

Jene Versuchspersonen aber, die keinen Zugang zum Internet haben, zeigten ganz andere Präferenzen: Sie empfanden feminine Männer und eher maskuline, dickere Frauen als besonders attraktiv.

Medieninhalte und Wirtschaft als Erklärung

"Eine Möglichkeit für die Unterschiede ist der Level, wie sehr man Medieninhalten ausgesetzt ist: Menschen mit Internetzugang sind den Medien (Werbung oder Webseiten) mehr ausgesetzt, was die Schönheitsideale von muskulösen Männern und dünnen, femininen Frauen unterstützt", erklärt Psychologin Carlota Batres, die die Studie geleitet hat.

Jedoch ist das nicht die einzige mögliche Erklärung, wie David Perrett von der University of St. Andrews in Bezug auf die schwierige wirtschaftliche Situation in El Salvador zu bedenken gibt: "Dickere Frauen könnten besser ausgestattet sein, um zu überleben und sich fortzupflanzen und deswegen könnte die Präferenz für schwerere Frauen eine Anpassung sein."

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