Diesen Titel setzte dieser Tage ein Wochen-Magazin auf das Titelblatt. Damit sollen Ängste geschürt und das Blatt gekauft werden. Und welche Antwort war darin zu finden?

von Maximilian Reimann

Natürlich habe ich mir das Magazin beschafft und den Beitrag gelesen. Es musste mich ja interessieren, wie man heute – mitten in der Euro- und der Verschuldungskrise vieler Euro-Länder – sein Vermögen rettet. Und ebenso interessierte mich, ob man daselbst zu anderen Tipps und Empfehlungen gekommen ist, als ich sie selber schon seit langem hier kund tue.

Markt- und Finanzkrisen am Laufmeter

Zunächst  soll aber in Erinnerung gerufen werden, dass es sich bei der aktuellen Krise nicht um ein einmaliges Ereignis handelt. In den letzten 25 Jahren reihte sich bekanntlich Krise an Krise, angefangen mit dem US-Dollar- und Börsencrash von 1987, dem Golfkrieg von 1991, der High-Tech-Blase von 2000, den „Nine-Eleven“-Terroranschlägen von 2001, der globalen Finanzkrise von 2008 bis eben hin zu den aktuellen Turbulenzen rund um den Euro. Und diese Krise wird auch nicht die letzte sein. Ich möchte mit diesen Hinweisen einfach mal etwas beruhigen und damit das Gegenteil vieler Medien und Finanzgurus tun, die jetzt den Teufel an die Wand malen. Als hätte es diesen Teufel nicht schon früher gegeben, quasi am Laufmeter!

Wer zu seinen Ersparnissen und Vermögenswerten Sorge tragen will, der tue das permanent, und nicht erst, wenn er die Sirenen der Feuerwehr hört. Im Anlagewesen gibt es nun einmal Grundprinzipien und Todsünden,  die es immer – und nicht nur in Krisenzeiten – zu beachten gilt. Ich erinnere aus aktuellem Anlass daran, dass ich niemals zweifelhaften Firmen wie etwa der Fricker ASE Investment AG Geld anvertraut hätte!

Sachwerte in CHF über alles!

Doch zurück zur Titelfrage, wie man sein Geld rettet. Da erfährt man als Antwort nun Grundweisheiten, die seit eh und je Gültigkeit haben. Ein Aha-Erlebnis für meine Leserschaft! So möge man Realwerte favorisieren wie solide Aktienwerte, Gold oder Investments in Grund und Boden wie insbesondere in eigene vier Wände. Abstand nehmen solle man wegen dem latenten Aufwertungsdruck auf den Schweizerfranken von Anlagen in Fremdwährungen. In dieser Hinsicht wird starke Kritik gegenüber all jenen Pensionskassen geübt, die bedeutende Anlagen in fremder Währung halten, allen voran in jahrelang hochgepriesenen Staatsanleihen von massiv überschuldeten Euro-Ländern. Da läge ein weiteres happiges Verlustpotenzial für alle PK-Rentenbezüger in der Luft.

Deshalb wird auch empfohlen, das angesparte Pensionskassenkapital in bar und nicht in Rentenform zu beziehen. War das tut, dem rate ich an, vor dem Entscheid ergiebig die Vor- und Nachteile zu überdenken.  So soll es ASE-Kunden gegeben haben, die ihr bezogenes PK-Kapital in vermeintlich hochrentierende ASE-Produkte investiert hatten und heute den Totalverlust befürchten. Meine volle Unterstützung verdienen hingegen weiterhin Investments in „eigene vier Wände“. Kurios nur, dass Bundesrat und Mitte/Links-Parteien ausgerechnet eine entsprechende Förderungsinitiative am 17. Juni zur Ablehnung empfohlen haben…

14.06.2012 | 3423 Aufrufe

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