Die folgenden statistischen Angaben entnahm ich dem Jahresbericht 2011 der grössten Online-Wertschriftenbank des Landes, der Swissquote Bank. Sie verfügt über 184‘500 Depotkunden, die ihre Börsentransaktionen selber via Internet abwickeln. Dividiert man sämtliche Angaben durch diese Kundenzahl, so ergibt sich dieser repräsentative Mittelwert für ein schweizerisches Online-Depot.

von Maximilian Reimann

Konventionellen Bankkunden mögen diese Daten zu Vergleichszwecken dienen:

  • Depotgrösse: Fr. 40‘650.00
    Dieser Wert mag eher bescheiden anmuten. Offensichtlich bedienen sich Grossanleger anderer Bankingsysteme.
  • Performance 2011: - 6,1 %
    Dieser Depotverlust widerspiegelt das schlechte Aktienjahr sowie die Werteinbussen, die man als Folge der massiven Frankenaufwertung im Fremdwährungsbereich erlitten hat.
  • Anzahl Transaktionen: 11
    Diese Zahl erscheint mir, gemessen am durchschnittlichen Depotwert von rund 40‘000 Franken, recht hoch. Wahrscheinlich dürften die leicht zu tätigenden limitierten Aufträge mit ins Gewicht gefallen sein.
  • Durchschnitts-Courtage: Fr. 33.00
    Hier zeigt sich der Vorteil des Online-Bankings gegenüber dem konventionellen Kundengeschäft, wo in der Regel eine Mindest-Courtage von 80 Franken erhoben wird.

Die Swissquote Group erzielte einen Jahresgewinn von 31.4 Mio. Franken. Das erlaubt eine verrechnungssteuerfreie Dividende von Fr. 1.04 pro Aktie, was einer Rendite von 3 % entspricht. Der Kurs der börsenkotierten Swissquote-Aktie liegt um die 35 Franken.

08.03.2012 | 3276 Aufrufe

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