Die Region zofingenregio verfügt über keine nennenswerten Auffüllstandorte für sauberes Aushubmaterial. Pro Jahr fallen jedoch bis zu 200‘000 m3 solchen Materials an. Der Regionalverband zofingenregio hat daher im Jahr 2013 eine Arbeitsgruppe „Standortevaluation Deponie für unverschmutztes Aushubmaterial“ eingesetzt. Diese prüfte gemäss den Empfehlungen des kantonalen Leitfadens diverse mögliche Standorte. Gestützt auf die negative Haltung aller Standortgemeinden konnte in der Folge kein Antrag für einen Richtplaneintrag gestellt werden.

zofingenregio

In der Region zofingenregio fallen pro Jahr bis zu 200‘000 m3 sauberes Aushubmaterial an. Davon konnten in den vergangenen Jahren in der Region lediglich einige 1‘000 m3 abgelagert werden. Ein grosser Teil des Materials wurde in die Nachbarregion Suhrental und die Nachbarkantone „exportiert“.

Gemäss Beschlüssen des kantonalen Richtplans (Abfallanlagen und Deponien) fördert der Kanton aktiv die Zusammenarbeit mit den Gemeinden und den regionalen Planungsverbänden bei der Planung von Deponieraum Typ A (Deponie für unverschmutztes Aushubmaterial). Der Regionalverband zofingenregio hat im 2013 eine Arbeitsgruppe eingesetzt und zusammen mit einem Planungsbüro wichtige Grundlagen erarbeitet. Begleitet wurden die Arbeiten von Vertretern des Kantons und einem regionalen Unternehmer. Die Standortevaluation erfolgte weitgehend entsprechend den Empfehlungen des kantonalen Leitfadens "Standortevaluation für Aushubdeponien". Der Regionalverband orientierte die Gemeinden über potenzielle Standorte. Die Rückmeldung der Gemeinderäte sämtlicher betroffenen Standortgemeinden war negativ. Gestützt auf die negative Haltung der Gemeinden wurde in der Folge kein Antrag für einen Richtplaneintrag gestellt.

Der Regionalverband zofingenregio hielt aber gleichzeitig fest, dass in der Planungsregion zofingenregio kurz-, mittel- und langfristig keine ausreichende Entsorgungsmöglichkeit für das in der Region anfallende saubere Aushubmaterial bestehe. Für die Region bestehe unverändert Handlungsbedarf. Die Abteilung für Umwelt des Kantons Aargau wird im Jahre 2018 die Erfahrungen in den verschiedenen Regionen auswerten. Mit einbezogen werden sollen konsequent auch bestehende Abbaustellen auf eine optimale Nutzung der Volumen bei der Rekultivierung. Diese Erkenntnisse sollen in künftige Evaluationsverfahren einfliessen.

Wie weiter?

Der Regionalplanungsverband zofingenregio plant, die Standortevaluation Mitte 2019 wieder anzugehen, wobei die Rahmenbedingungen, wie beispielsweise Perimeter, Grösse der Deponie, Einbezug der Gemeinden und Unternehmer, neu definiert werden sollen. Zudem soll versucht werden, mögliche Standorte kantonsübergreifend zu evaluieren. 

 

Symbolbild von s.media / pixelio.de

Kommentare

Avatar
Sicherheitscode