Die Parallelwährung WIR der gleichnamigen Basler Bank hat im ersten Halbjahr 2018 einen Umsatzeinbruch um einen Drittel zu verzeichnen. Das bestätigt ein Sprecher der WIR-Bank gegenüber der «Handelszeitung».

Handelszeitung / ots.

Zahlen im Halbjahresbericht belegen, dass die Bank auch mit den Kommissionen aus dem WIR-Geschäft einen Drittel weniger verdient hatte. 2018 könnte der Umsatz mit der KMU-Währung erstmals seit 1984 auf unter 1 Milliarde Franken fallen. Die schwindende Nachfrage setzt auch den Wert des WIR unter Druck. Zwar wird er von der WIR-Bank als dem Schweizer Franken gleichwertig behandelt. Auf dem Graumarkt wird WIR derzeit jedoch zu deutlich tieferen Preisen gehandelt. «Zwischen 60 und 63 Franken pro 100 WIR-Franken werden derzeit bezahlt», sagt WIR-Händler Erich Meier.

Auch Buchprüfer sehen die WIR-Bestände kritisch. WIR gelte nicht als Liquidität, sondern als Forderung gegenüber Dritten, heisst es bei PWC. Um WIR eins zu eins verbuchen zu können, müsse ein Unternehmen mit Verträgen oder einem Track Record belegen können, dass ihm der Einsatz zum vollen Wert gelingen könne, sagt eine Sprecherin. «Falls dies nicht glaubhaft dargelegt werden kann, muss ein Abschlag bilanziert werden.»

 

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