Der Stadtrat von Olten hat das Dossier Teiländerung Zonenplan und Gestaltungsplan «Tannwaldstrasse – Unterführungsstrasse – Rosengasse (Turuvani)» zur öffentlichen Planauflage vom 22. November bis 23. Dezember im 7. Stock des Stadthauses freigegeben.

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Das ehemalige Turuvani-Areal an der Tannwaldstrasse und der Rosengasse ist aktuell baulich unternutzt und soll städtebaulich überzeugend und quartierverträglich verdichtet werden. Das Gebiet am Gleiskörper und in unmittelbarer Nähe zum Hauptbahnhof eignet sich vorzüglich für Dienstleistungs- und Wohnnutzungen. Die Grundeigentümerin und die Stadt Olten haben 2016 einen Wettbewerb mit fünf eingeladenen Teams durchgeführt. Das siegreiche Team, Scheitlin Syfrig Architekten AG, Luzern, wurde mit der Weiterbearbeitung des Planungsvorhabens beauftragt.

Im Juni 2016 wurden im Foyer des Stadthauses die Resultate der interessierten Bevölkerung zugänglich gemacht. In Zusammenarbeit mit der Direktion Bau haben die mit der Ausarbeitung des Planwerks Beauftragten anschliessend einen Entwurf zur Nutzungsplanung entwickelt, den die Baukommission im Januar 2018 zum öffentlichen Mitwirkungsverfahren empfahl. Anfang Juni 2018 gab der Stadtrat das Dossier zur öffentlichen Mitwirkung frei.

In der Mitwirkung äusserten sich mehrere Eingaben kritisch zur grossen Gebäudehöhe, einige stellen das Verkehrsregime in Frage und eine weitere Eingabe äusserte zusätzliche Wünsche in Bezug auf die Energie und Ökologie. Im Mitwirkungsbericht legte die Planungsbehörde dar, dass die Gebäudehöhe und -volumetrie im Sinne einer massvollen Verdichtung gemäss den Anforderungen des im Jahre 2014 revidierten Raumplanungsgesetzes des Bundes durchaus als Beitrag zur qualitätsvollen inneren Verdichtung betrachtet werden kann. Das bestehende Verkehrsregime wurde als folgerichtig betrachtet, mit der Anmerkung, dass mit den im Richtprojekt dargestellten 30 Parkplätzen, welche über die Rosengasse erschlossen werden, bereits ein Minimum von Parkplätzen vorgesehen wird. Die im ursprünglichen Planungswerk nicht berücksichtigten Energieanforderungen wurden neu in die Sonderbauvorschriften aufgenommen.

Das gesamte Dossier wurde im Februar 2019 bei der kantonalen Behörde eingereicht. Der Vorprüfungsbericht des Amtes für Raumplanung vom vergangenen September zeigte daraufhin auf, dass in bestimmten Themenfeldern noch Anpassungen und Ergänzungen vor der öffentlichen Auflage erforderlich waren. Insbesondere wurden für die Themen Aufenthaltsqualität in der Umgebung, Verkehrspotential und Lärmschutz entsprechende Anpassungen gewünscht. Zusammenfassend sagte der Bericht des Kantons aus, dass «die Lage und Volumetrie der Gebäude im Zusammenspiel mit der Bahnachse begrüsst wird» und dass der Umgang mit den Bauten an der Rosengasse in «der noch ausstehenden Ortsplanungsrevision durch die Stadt Olten als Aufgabe angenommen und präzisiert werden soll».

Im Planungsvorhaben bildet ein zehngeschossiger Hauptbau an der Tannwaldstrasse den westlichen Abschluss des Strassengevierts Tannwaldstrasse - Rosengasse - Neuhardstrasse - Unterführungsstrasse. Das von der Tannwaldstrasse leicht zurückgesetzte Hauptvolumen nimmt mit seiner Längsausrichtung Bezug zur parallel verlaufenden Geleiseführung. Ostseitig bildet ein drei- bzw. fünfgeschossiger Flachbau den Anschluss an die angrenzende Blockrandbebauung. Weil das 31 Meter hohe Gebäude von der aktuell gültigen Kernrandzone mit einer maximalen Gebäudehöhe von vier Vollgeschossen abweicht, ist neben dem obligatorischen Gestaltungsplan auch eine Teilzonenplanänderung erforderlich.

 

Foto: zVg. Stadt Olten

 

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