Nach der jüngsten Neu- und Rezertifizierung zählt das Onkologiezentrum Mittelland (OZM) am Kantonsspital Aarau (KSA) mit seinen acht Organzentren zu den grössten Krebsbehandlungszentren der Schweiz. Das Fazit der externen Prüfungskommission: «Im KSA steht der Patient im Zentrum.» Das OZM zeichnet sich durch ein breites Versorgungsspektrum in der Krebsbehandlung für die Patienteninnen und Patienten in der Region aus. Dabei setzt es auf neuste Behandlungs- und Diagnosemethoden und weist sich durch Forschungsarbeiten auf universitärem Niveau aus.

KSA

Die interdisziplinäre Krebsbehandlung gehört seit Jahren zu den Schwerpunkten des Kantonsspitals Aarau. Die vor kurzem bestätigte Zertifizierung von insgesamt acht Organzentren und einem Schwerpunkt für Blutkrebserkrankungen ist der Lohn für eine intensive Zusammenarbeit und Bündelung aller an der Krebsbehandlung beteiligten Fachdisziplinen und -kräfte in den vergangenen Jahren am KSA. «Wir dürfen sehr stolz sein, über so viele zertifizierte Krebszentren zu verfügen, wie es sonst nur Universitätsspitäler ausweisen können. Diese Leistung kann mit Blick auf die komplexe Infrastruktur unseres Spitals nicht hoch genug eingeschätzt werden», freut sich CEO Dr. Robert Rhiner über den jüngst erfolgten Kompetenznachweis. Das OZM zeichnet sich durch ein breites Versorgungsspektrum in der Krebsbehandlung in der Region aus und verfügt über entsprechend hohe Patientenzahlen. 2017 hat das OZM rund 2300 Krebspatientinnen und –patienten behandelt.

Hohe Qualität bestätigt

Die externen Auditoren heben in ihrem Abschlussbericht insbesondere den breiten Versorgungsumfang sowie die hohe medizinische und organisatorische Qualität des Onkologiezentrums hervor. Vorbildlich strukturierte Tumorkonferenzen, eine beeindruckende wissenschaftliche Aktivität, die breite onkologische Fachqualität in der Pflege oder das innovative Konzept der Patientenbefragung sind nur einige von zahlreich genannten Punkten aus dem langen Lobeskatalog der Experten. Und vielleicht das wichtigste Fazit der Experten: «Im KSA steht der Patient im Zentrum.»

«Mich hat dies besonders gefreut. Auch, dass die Auditoren unsere offene und ehrliche Art der Kommunikation während der Audits im Abschlussbericht hervorgehoben haben», sagt Dr. Martha Kaeslin, Leiterin des OZM. Und Prof. Dr. med. Christoph Mamot, Vorsitzender des Onkologie-zentrums Mittelland ergänzt: «Wir haben es geschafft, die seit jeher fachlich breite Kompetenz in der Krebsbehandlung am KSA durch Vereinheitlichung unserer Prozesse und Strukturen zu bündeln. Erfolgversprechende Krebsbehandlung ist nur durch interdisziplinäre Zusammenarbeit möglich. Dass das KSA alle Voraussetzung dafür erfüllt, bestätigen die jetzt erfolgten Zertifizierungen.»

KSA auf Augenhöhe mit den Universitätsspitälern

Das erst vor zwei Jahren in den Betrieb gestartete Onkologiezentrum Mittelland besteht nach der Zertifizierung aus folgenden Zentren: Einem Brustkrebszentrum, einem Gynäkologischen Krebszentrum inklusive Dysplasie-Sprechstunde, einem viszeralonkologischen Zentrum für die Organe Darm und Bauchspeicheldrüse, einem Hautkrebszentrum und dem Prostatakrebszentrum mit allen uroonkologischen Schwerpunkten (Hoden, Penis, Blase und Niere). Zudem werden Blutkrebserkrankungen im KSA unter zertifizierten Bedingungen behandelt. Neu dazugekommen sind das Hirntumorzentrum und das Kopf-Hals-Krebszentrum.

Bisher verfügten nur die Universitätsspitäler Bern und Zürich über ein vollzertifiziertes Hirntumorzentrum. Und auch bei der Behandlung von Krebserkrankungen im Bereich Kopf und Hals ist das Zentrum am KSA eines von nur fünf zertifizierten in der Schweiz.

Zertifizierung nach höchsten Standards

Die Deutschen Krebsgesellschaft (DKG ) zertifiziert Spitäler nach den fachlich höchsten Standards. Sie umfassen nicht nur die fachärztlichen Leistungen in Chirurgie, Onkologie, Strahlentherapie oder Diagnostik, sondern auch die pflegerischen Leistungen, die psychologische Betreuung, die Betreuung durch den Sozialdienst und die Zusammenarbeit mit internen und externen Therapiedienstleistern und Selbsthilfeinstitutionen.

Des Weiteren hat sich das Onkologiezentrum des KSA neben den DKG-Standards auch den ISO-Qualitätsrichtlinien verschrieben, die heute in den meisten gewerblichen Betrieben umgesetzt sind. Sämtliche Zentren sind in diesem Jahr neu nach der ISO-Norm 9001:2015 zertifiziert worden. Diese Qualitätsnorm bezieht auch Aspekte wie Risiko-Management und Wissenstransfer mit ein.

 

Bild: Gut aufgehoben: Patientin während einer Chemotherapie am KSA. (Foto zVg.)

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