Mit der stark zunehmenden Staubelastung auf den Schweizer Strassen steigen die Kosten im Transportgewerbe von Jahr zu Jahr an. Der Grund ist, dass für dieselben Auftragsvolumen deutlich mehr Zeit, Fahrzeuge und Personal eingesetzt werden müssen. Für 2018 rechnet der Schweiz. Nutzfahrzeugverband ASTAG mit Mehrkosten und einer entsprechenden Verteuerung der Transportpreise von 2 bis 3 Prozent.

ASTAG

Die akute Stauproblematik auf dem ganzen Schweizer Strassennetz wirkt sich immer stärker auf die Kosten im Transportgewerbe aus. Für das gleiche Auftragsvolumen braucht es entsprechend mehr Zeit, daher sind Mehrfahrten bzw. Umwege mit zusätzlichen Fahrzeugen und höherem Personalaufwand notwendig. Gemäss amtlichen Zahlen des Bundesamts für Strassen ASTRA wurden 2016 total 24'066 Staustunden verzeichnet. Das entspricht einer Zunahme von 5,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und einer Verdoppelung seit 2009. Davon entstanden über 88 Prozent wegen Verkehrsüberlastung, d.h. wegen staatlich verschuldeter Verzögerungen beim Ausbau der Strasseninfrastruktur. Auch für 2018 und die nachfolgenden Jahre wird die Staubelastung in allen Landesteilen weiter ansteigen.

Die enormen Produktivitätsverluste, die für das Transportgewerbe entstehen, können trotz aller Innovationskraft der betroffenen Unternehmen, verbunden mit grossem Kostenbewusstsein und Kundenorientierung, nicht länger kompensiert werden. Der Schweizerische Nutzfahrzeugverband ASTAG erwartet daher aufgrund von Rückmeldungen aus der Branche, dass jetzt definitiv der Moment gekommen ist, wo die Mehrkosten zwingend weiterverrechnet werden müssen. Die staubedingte Zusatzbelastung kann von der Branche, die ohnehin unter einer exorbitant hohen staatlichen Abgabenlast leidet, nicht allein getragen werden.

Die ASTAG rechnet im schweizweiten Stückgut-, Teil- und Wagenladungsverkehr für 2018 mit einer Zunahme der Transportkosten von total 2 bis 3 Prozent. Im selben Ausmass dürften - gemäss einer Umfrage bei den Verbandsmitgliedern - die Transportpreise aufschlagen. Die konkreten Erhöhungen, abhängig von Transportsparte, Betrieb und Selbstkosten, müssen jedoch kundenindividuell ausgehandelt werden.

 

Symbolbild von Guenter Havlena / pixelio.de

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