Nach dem zweifachen Tötungsdelikt von Oensingen (wir haben berichtet) hat sich nun auch das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) gemeldet. Denn einer der beiden Schützen aus Fulenbach, Bekim B., wurde vom Militär- in den Zivildienst umgeteilt. Und er wollte partout sein Sturmgewehr nicht zurück geben.

von Barbara Kaufmann

Bild: Sturmgewehr 90 der Schweizer Armee

Das VBS teilt mit, dass beim Tötungsdelikt von Oensingen tatsächlich eine Armeewaffe des Typs "Sturmgewehr 90" eingesetzt wurde. Einer der mutmasslichen Täter, Bekim B. aus Fulenbach, ein vor Jahren eingebürgerter Kosovare, wollte dieses Gewehr nicht zurückgeben. Seit dem 20. Februar 2012 sei er nicht mehr in der Armee eingeteilt; er wurde auf eigenen Wunsch in den Zivildienst umgeteilt. Trotz einer Mitte April erfolgten Aufforderung zur Rückgabe der militärischen Ausrüstung habe er dieser nicht Folge geleistet, auch nicht nach einer am 24. Mai erfolgten eingeschriebenen Mahnung mit einer letzten Frist zur Rückgabe bis zum 13. Juni. In der kommenden Woche wäre die Verfügung des Chefs Logistikbasis der Armee zur Rücknahme erfolgt. Dem mutmasslichen Täter sei von der Armee nie Taschenmunition ausgehändigt worden.

Bei der zweiten eingesetzten Waffe, einer Pistole, handelt es sich nicht um eine Schweizer Armeewaffe. Die Pistole war offenbar illegal im Besitz der mutmasslichen Täter.

 

06.07.2012 | 1795 Aufrufe

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