Wer sich beim Erreichen des Pensionsalters das beruflich angesparte Vorsorgekapital ausbezahlen lässt und damit auf eine BVG-Rente verzichtet, finanziert seinen Lebensabend dann zu einem ordentlichen Teil aus dem kontinuierlichen Verzehr dieses Kapitals. Dabei ist klar: Je mehr Rendite man damit erzielt, umso länger hält es. Also Substanzerhalt, wenn möglich Kursgewinne statt Verluste, und eine ansprechende Direktrendite!

von Maximilian Reimann

Das grösste eigenständige Volumen an Vorsorgekapital verkörpert in der Schweiz der Ausgleichsfonds von AHV, IV und EO. Nicht weniger als 25,5 Milliarden Franken sind darin parkiert und werden weitgehend ebenfalls nach obigen Grundsätzen verwaltet. Deshalb mag es manchen Einzelanleger interessieren, wie die Asset Allocation (Anlagestruktur) des AHV-Fonds derzeit aussieht und welche Rendite damit erzielt wird. Hier sind die Zahlen:

  • Asset Allocation AHV-Fonds

33 %  Zinsanlagen in Schweizerfranken
32 %  Zinsanlagen in Fremdwährungen
18 %  Aktien
06 %  Börsenkotierte Immobilien
03 %  Rohstoffe/Edelmetalle

Der Rest entfällt insbesondere auf liquide Mittel für die Bereitstellung der Rentenzahlungen. Grundsätzlich richtig ist, dass zwei Drittel der Anlagen in festverzinslichen Werten wie insbesondere Obligationen gehalten werden. Für mich erstaunlich ist aber der hohe Anteil an Fremdwährungswerten. Da liessen sich die Fondsmanager offensichtlich  vom raschen Kursverfall von Euro und US-Dollar überraschen. Das hat denn auch merklich die Rendite im letzten Jahr geschmälert:

  • Rendite AHV-Fonds

2011:  1,5 %
2010:  4,9 %
2009:  1,9 %

Berauschend sind diese Renditen nicht, aber sie reflektieren die Auswirkungen des äussert tiefen Zinsniveaus, den hohen Kurs des Schweizerfrankens sowie den Börsencrash von 2008/09 im Gefolge der damaligen Finanzkrise.

23.02.2012 | 3361 Aufrufe

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