Janine Zobrist und Joël Hofstetter besuchen die Wohnschule von Pro Infirmis. Sie träumen davon, trotz ihrer kognitiven Beeinträchtigung in einer eigenen Wohnung zu leben. Die SRF Sendung «Reporter» begleitete die beiden ein Jahr lang mit der Kamera auf ihrem Weg in ein selbständiges Leben. SRF 1 zeigt die Reportage des Aargauers Patrick Schellenberg in zwei Teilen am Sonntag, 19. und Sonntag, 26. November 2017, jeweils um 21.40 Uhr. 

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Janine Zobrist kann lesen, schreiben, rechnen. Aber die 25-Jährige braucht dafür mehr Zeit als andere. Auch viele alltägliche Tätigkeiten muss sie Schritt für Schritt lernen. Früher lebte sie in verschiedenen sozialpädagogischen Einrichtungen. Wirklich wohl fühlte sie sich im betreuten Wohnen aber nie. Auch Joël Hofstetter sehnt sich schon lange danach, sein Leben selbständig und in einer eigenen Wohnung zu führen. Bisher lebte der 25-Jährige bei seiner Mutter.

Die Wohnschule der Behindertenorganisation Pro Infirmis im zürcherischen Altstetten besteht aus zwei Wohnungen, die gleichzeitig WG und Unterrichtsräume sind. Schwerpunkte der rund dreijährigen Ausbildung sind die Haushaltsführung, der Umgang mit sich selbst und mit anderen, die Freizeitgestaltung und administrative Aufgaben des Alltags. Sozialpädagoginnen und -pädagogen leiten den theoretischen und praktischen Unterricht. Alle Bewohnerinnen und Bewohner der WG beteiligen sich am Haushalt, kochen, putzen und machen Besorgungen.

Der Unterricht findet nachmittags statt. Am Vormittag arbeiten die Wohnschülerinnen und –schüler auswärts in spezialisierten Betrieben, Janine Zobrist bei der St.-Jakob-Bäckerei in Zürich und Joël Hofstetter bei der sozialen Institution ZüriWerk.

Autor Patrick Schellenberg aus Merenschwand begleitete die beiden Wohnschüler im zweiteiligen «Reporter» ein Jahr lang auf ihrem Weg in ein selbständiges Leben.

 

Foto: Praktische Übung: Wohnschülerin Janine Zobrist kauft die Zutaten für das Mittagessen ein (Bild: SRF)

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