Die St. Ursen-Kathedrale von Solothurn ist, zwei Jahre nach einem verheerenden Brandanschlag, wieder ein Gotteshaus. In einem feierlichen Akt wurde der renovierte Kirchenraum von Bischof Felix Gmür heute eingesegnet. Nach einem Unterbruch von fast zwei Jahren kann der Solothurner Dom nun wieder als Kirche genutzt werden.

(Paul-Georg Meister)

Einweihungsfeier des renovierten Innenraums der St. Ursenkathedrale in Solothurn (Foto: Paul-Georg Meister)

Am St. Ursentag, dem Tag heiligen Solothurner Stadtpatrone St. Urs und St. Viktor, wurde der renovierte Innenraum der Kathedrale in einem feierlichen Akt eingeweiht. In der bis auf den letzten Platz besetzten Chorkirche des Bistums Basel weihte der Bischof, begleitet von verschiedenen Würdenträgern aus Politik und Kirche, den neuen Raum und vor allem auch den neuen Altar ein.

Der Altar besteht neu aus einem weissen Marmorblick. Er ersetzt den Holzaltar, der beim Brandanschlag vor rund zwei Jahren fast vollständig zerstört wurde. Damals wurde der Innenraum der Kirche dermassen beschädigt und verschmutzt, so dass sich eine Gesamtrestauration und eine dezente Neugestaltung des Chorraumes aufdrängten.

Beim Anschlag wurde auch die Orgel stark in Mitleidenschaft gezogen. Auch sie musste renoviert und überholt werden. Und so erklang sie nach einem Unterbruch von fast zwei Jahren am St. Ursentag wieder in der Kathedrale.

Gut besucht war auch die Vesper am Sonntagnachmittag. Der Präsident der röm. Kath. Kirchgemeinde Solothurn, Karl Heeb, dankte bei der Eröffnung allen, die mit ihren Spenden und mit ihrer Unterstützung zur geglückten Renovation der Kathedrale beigetragen haben.

Die Kosten für die Gesamtrestaurierung des Innenraum belaufen sich auf rund 8,7 Millionen Franken.

 

01.10.2012 | 2962 Aufrufe

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