Für alle Mieter ist diese Entscheidung ernüchternd: Der deutsche Bundesgerichtshof entschied am 5. Dezember 2018, dass Mieter einem Schimmelbefall in den eigenen vier Wändern verstärkt selbst vorbeugen müssen. Geklagt hatten zwei Mieter aus Glinde in Schleswig-Holstein. Der Bundesgerichtshof gab ihnen nicht recht, weil ihre Wohnungen 1968 und 1971 erbaut wurden und die damals geltenden Baurichtlinien umgesetzt worden seien. Nun müssten sie selbst besser lüften und gegen Schimmel vorgehen. Für alle Mieter bedeutet das, dass sie zuerst selbst gegen den Schimmelbefall kämpfen müssen. Finden Sie hier die besten Tipps, um Schimmel zu vermeiden.

Martina Gloor

So entsteht Schimmel

Die schwarzen Flecken entstehen bei zu viel Feuchtigkeit. Besonders anfällig sind Wände, wenn dort feuchte Luft auf kalte Oberflächen trifft, sodass es zur Kondenswasserbildung kommt. Beträgt die Luftfeuchtigkeit in Räumen mehr als 65 Prozent, droht der Schimmelbefall. Zudem gedeihen Schimmelpilze am besten bei Temperaturen zwischen 15 und 30 Grad. Diese herrschen meistens in Innenräumen. Vor allem in den Wintermonaten, wenn es draußen sehr kalt ist und dadurch die Außenwände abkühlen, bildet sich an den wärmeren Innenwänden Schimmel. Am liebsten auf nährstoffhaltigen Stoffen wie Holz, Tapete oder Farbe. Aber auch Beton, Zement und Kunststoff sind vor dem Befall nicht sicher. Schimmel ist nicht nur ärgerlich, sondern auch gesundheitsgefährdend. Durch das Einatmen der Schimmelpilze kann der Mensch ernsthaft krank werden. Deswegen sollte es im Eigenheim gar nicht erst zu schimmeln beginnen.

Schimmelbefall richtig vorbeugen

Der einfachste Ratschlag ist, zwei bis drei Mal am Tag kräftig lüften, sodass die feuchte Luft die eigenen vier Wände verlässt. Zudem sollte nach dem Kochen, Waschen oder Duschen immer zügig gelüftet werden. Stehen Möbelstücke zu dicht an Wänden, kann sich auch hier der Schimmel bilden. Wer noch mehr Acht geben möchte, der legt sich ein Hygrometer zu. Dieses Gerät bestimmt die Luftfeuchtigkeit. Bei einem zu hohen Wert können Sie direkt gegensteuern. Komfortabel und automatisch geht das mit einem Luftwäscher. Dieses Gerät von Venta überwacht mit einem eingebauten Hygrometer die Luftfeuchtigkeit und regelt diese sofort bei einem zu hohen Wert hinunter. So müssen Sie sich keine Sorgen um die richtige Luftfeuchtigkeit und den Schimmelbefall machen. Aber was, wenn Sie schon in einer Wohnung wohnen, die überall schwarze Flecken aufweist?

Was bei Schimmelbefall zu tun ist

Jetzt hilft erstmal kein Lüften mehr. Hat sich der Schimmel einmal eingenistet, können ihn fast nur Profis wieder vertreiben. Ist der Schimmelbefall mehr als einen halben Quadratmeter groß, sollten Sie Vermieter, Hausmeister oder einen Schimmelbekämpfungsdienst hinzurufen. Zu große Flächen mit chemischen Mitteln oder anderen Substanzen zu bearbeiten, ist nicht ratsam. Bei einer kleinen Fläche unter einem halben Quadratmeter können Sie ein hautschonendes Mittel verwenden. Hilft das alles nicht, muss der Profi her und der Vermieter benachrichtigt werden. Der Bundesgerichtshof hat zwar entschieden, dass auch Mieter in der Pflicht sind. Haben Sie aber alles in Ihrer Macht stehende getan, dann ist der Vermieter verantwortlich und muss Sie bei der Schimmelbekämpfung unterstützen.

 

Foto: venta-luftwaescher.ch