Die Schweizerische Nationalbank SNB hat im vergangenen Jahr wieder einen enormen Gewinn gemacht: 49 Milliarden Franken hat sie mit ihren Anlagen verdient. Laut Bundesverfassung muss der Reingewinn der SNB via Bund und Kantone an die Bevölkerung zurückverteilt werden. Das ist in den letzten Jahren nur ungenügend geschehen.

Bea Heim, Co-Präsidentin SSR, Schweizerischer SeniorInnenrat

Während die SNB immer reicher wird, leiden grosse Teile der Arbeitnehmenden und die Rentnerinnen und Rentner unter steigenden Krankenkassenprämien und zum Teil auch unter steigenden Mieten. Sie verlieren Kaufkraft, haben weniger Geld im Portemonnaie.

Die Pensionskassenrenten sind in den letzten Jahren deutlich gesunken. Wer heute pensioniert wird, hat – gemessen am Lohn – spürbar weniger Rente. Und das obwohl die Lohnabzüge immer steigen. Frauen und Beschäftigte mit niedrigen Einkommen leiden besonders unter dieser Entwicklung. Eine Trendwende ist nicht in Sicht. Im Gegenteil.

Ein stabiler Anker ist die solidarisch finanzierte AHV. Sie hat das beste Preis-/Leitungsverhältnis aller Vorsorgesäulen, weil sie im effizienten Umlageverfahren finanziert ist. Sie muss gestärkt werden.

Deshalb verlangt die Vasos, dass die SNB einen namhaften Teil ihrer Milliardengewinne in die AHV fliessen lässt. Ebenso erwartet die Vasos vom Bundesrat, dass er den Bundesanteil des SNB-Gewinnes vollständig der AHV zur Verfügung stellt. Der Bund kann sich das nach Jahren mit Rekordgewinnen problemlos leisten.

 

 

Symbolbild von S. Hofschlaeger / pixelio.de

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