Am Sonntag wird das Schweizer Parlament neu bestellt. Der Auto Gewerbe Verband Schweiz (AGVS) fordert vom neu gewählten Schweizer Parlament eine ambitionierte, aber vernünftige Klimapolitik. Der Verband der Schweizer Garagisten spricht sich für ein Miteinander des individuellen und des öffentlichen Verkehrs aus.

AGVS

Das neu gewählte Parlament wird sich in der nächsten Legislatur mit verschiedenen für das Schweizer Gewerbe wichtigen Themen befassen: Neben dem Datenschutzgesetz ist es vor allem die Totalrevision des CO2-Gesetzes. Dieses wird Auswirkungen auf das Mobilitätsverhalten und die Wirtschaft in der Schweiz haben - sowie als Folge davon auf den Wohlstand und auch auf die Schweizer Autobranche.

Der AGVS betrachtet es als unbestritten, dass die Klimapolitik ein ernsthaftes und wichtiges Anliegen für die nächsten vier Jahre und darüber hinaus sein muss. Er appelliert ans neu gewählte Parlament, die Debatte lösungsorientiert anzugehen. Eine ideologisch geprägte und technologisch einseitige Klimapolitik lehnt er ab, weil sie eine optimal mögliche CO2-Reduktion verhindert statt fördert. «Damit unsere Wirtschaft leistungsfähig bleibt, benötigen wir ein Miteinander sämtlicher Verkehrsträger und -systeme, Strasse und Schiene, öffentlicher Verkehr und Individualverkehr», stellt AGVS-Zentralpräsident Urs Wernli klar.

Prognosen des Bundes rechnen bis 2040 mit einem weiteren markanten Anstieg sowohl des Individual- (+18%) wie auch des Güterverkehrs (+33%) auf der Strasse. Damit sei auch klar, dass die bestehenden Engpässe im Nationalstrassennetz zügig beseitigt werden müssen, folgert Urs Wernli: «Egal, ob ein Auto mit Benzin, Diesel, Biogas oder Strom fährt – es benötigt Strassen.»

Die Garagisten als Mobilitätspartner der Schweizer Bevölkerung betrachten sich in Kampf um geringere CO2-Emissionen als Teil der Lösung. Urs Wernli: «Mit Dienstleistungen wie dem AutoEnergieCheck in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Energie sorgen die AGVS-Mitglieder schon heute dafür, dass Autos möglichst energieeffizient und umweltschonend unterwegs sind. Die AGVS-Garagisten werden ihre Verantwortung auch in naher und ferner Zukunft wahrnehmen.»

 

Der Auto Gewerbe Verband Schweiz (AGVS)

Das Schweizer Autogewerbe ist feingliedrig strukturiert: 1927 gegründet, ist der AGVS heute der Branchen- und Berufsverband der Schweizer Garagisten, dem rund 4000 kleinere, mittlere und grössere Unternehmen, Markenvertretungen sowie unabhängige Betriebe angehören. Die insgesamt 39'000 Mitarbeitenden in den AGVS-Betrieben – davon 9000 in der Aus- und Weiterbildung stehende Nachwuchskräfte – verkaufen, warten und reparieren den grössten Teil des Schweizer Fuhrparks mit rund 6 Millionen Fahrzeugen.

 

Foto: Urs Wernli, AGVS-Zentralpräsident

Kommentare

Avatar
Sicherheitscode