Milliarden-Summen sind in den letzten Jahren auf den sich neu präsentierenden Finanzplatz Zypern geflossen, weil dort höhere Zinsen lockten. Nun werden diese Einlagen offensichtlich „staatlich und mit dem Segen der Euro-Finanzminister“ in hoher 2-stelliger Prozenttranche geplündert.

von Maximilian Reimann

Anders bei uns, jedenfalls wenn man den Vermögensverwaltungsskandal rund um die in Engelberg und Frick domiziliert gewesene ASE Investment AG zum Massstab nimmt. Auch diese Gesellschaft lockte einst mit hohen Renditen. Und weil die Gelder auf Konten und Depots der Basler Kantonalbank lagen, gingen viele der renditegierigen Anleger von sicheren Investments aus. Nun fürchtet die Basler Staatsbank um ihren guten Ruf und deshalb hat sie in einen Vergleich mit den ASE-Geschädigten eingewilligt. Rund 60 Millionen Franken soll sie dieser Deal kosten. Welch einseitige, ja verkehrte Welt! Wer derart hohe Risiken eingeht wie seinerzeit die ASE-Kundschaft, der sollte sich eigentlich seiner Eigenverantwortung bewusst sein und für die Verluste selber gerade stehen!

15.04.2013 | 2557 Aufrufe

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