Nachdem die BaZ einen grossen Beitrag, dann die Gratiszeitung „20min“ und dies in deren Ausgabe „Basel“ auch noch abgeschrieben hat, ist nun auch in „Schweiz am Wochenende“ zu entnehmen, dass der (einzige) Schwarzbuben Nationalrat einen Fahnenmast erstellt – eigentlich nichts Besonderes für einen SVP-Politiker auf dem Land! Interessant ist, dass die Geschichte bloss in den Ausgaben Olten, Solothurn und Grenchen erschien und nicht auch in der Ausgabe „Basel“, welche im Schwarzbubenland gelesen wird!

Leserbrief von André Müller, Schwarzbube, Basel

Gleich vorwegzunehmen ist, dass am 09.11.2017 bereits eine Baupublikation auf Seite 6 im „Wochenblatt“ für diesen Fahnenmast zu finden ist. Damit ist der Bauherr der Basler und Solothurner Presse zuvorgekommen! Zudem handelt es sich um einen bewilligten Einfamilienhaus-Neubau! Dass darin der "Fahnenmast" nicht separat erwähnt worden ist, finde ich nicht schlimm, sondern eher lächerlich für Baubehörden!

Der stolze Fahnenmastbesitzer sollte sicher keine allfällige Busse zahlen müssen, vor allem alleine schon wegen der Gleichbehandlung! Denn im Schwarzbubenland wird auch sonst gebaut ohne (!) Bewilligungen und sogar ausserhalb der Bauzone! Solche Bausünder wurden in der Vergangenheit nicht gebüsst. Allenfalls gab es dann eine so genannte Ausnahmebewilligung, aber auch diese erst am Schluss, als bereits fertig gebaut war.

Auf einer solchen schrieb der Chefjurist des Baudirektors dereinst in einer amtlichen Verfügung, dass zwei bezeichnete Parzellen "mit rund 1‘000 Kirschbäumen bepflanzt" seien. Blöd halt nur, dass die Grundstückgesamtfläche bloss 2‘979 Quadratmeter aufwies, also knapp 30 Aaren Land. Da ist doch kein Platz für 1‘000 Bäume? Ich habe den zuständigen CVP-Regierungsrat Fürst eingeladen, er möge persönlich, zusammen mit mir, die Bäume selber zählen. Immerhin musste er als Landammann sowieso eine Hundertjährige in der gleichen Gemeinde besuchen. Es ist bisher weder eine adäquate Antwort, noch eine bereinigte Verfügung, gekommen. 

Übrigens, was die Baute Christian Imark angeht und die Berichterstattung von diversen Journalisten, so denke ich, dies sei einfach politisch motiviert!

 

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