Die vom Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen im letzten November verordneten Massnahmen, zur Verhinderung der Ansteckung von Hausgeflügel und anderen Vogelarten durch das Vogelgrippevirus, wird ab Samstag aufgehoben.

DGS

Ursprünglich sollten die angeordneten Schutzmassnahmen bis zum 31. März 2017 gelten. Eine vorzeitige Aufhebung dieser Massnahmen ist nun möglich, da viele Zugvögel die Schweiz aufgrund des warmen Wetters der vergangen Wochen bereits verlassen haben und in Richtung Norden unterwegs sind. Ausserdem hat sich auch die Vogelgrippe-Situation in Westeuropa deutlich entspannt.

Fütterung im Freien wieder erlaubt
Die Aufhebung der Schutzmassnahmen bedeutet, dass das Geflügel ab Samstag wieder uneingeschränkt und zusammen mit Gänsen und Laufvögeln ins Freie darf. Die Fütterung im Freien ist wieder erlaubt, auch wird das Verbot von Geflügelmärkten und Ausstellungen mit Geflügel aufgehoben. Die Schutzmassnahmen konnten im vergangenen Winter dank der Einsicht und Solidarität der Geflügelhalter ohne grössere Probleme umgesetzt werden.

Wachsamkeit ist weiterhin angebracht
Trotz vorläufiger Entwarnung gilt es weiterhin wachsam zu sein. In Asien grassiert die Vogelgrippe nach wie vor und eine Einschleppung in westeuropäische Länder ist weiterhin möglich. Der kantonale Veterinärdienst macht darauf aufmerksam, dass der Schmuggel mit lebenden Vögeln sowie Federn, Eiern und Fleisch aus den verseuchten Gebieten Asiens die grösste Gefahr für die Einschleppung des Vogelgrippevirus darstellt. Touristen sollten auf keinen Fall Federn, Eier oder andere Produkte aus der Geflügelhaltung in die Schweiz mitbringen. Falls man an der Grenze mit solchen Waren oder gar lebenden Tieren angehalten wird, drohen hohe Strafen.

19.03.2017 | 851 Aufrufe