Obwohl es wahrscheinlich eine der wichtigsten Gemeindeversammlungen der Geschichte von Rohr war, konnte Gemeindepräsident André Wyss am letzten Montag nur unwesentlich mehr Personen begrüssen als sonst üblich. Mit 16 von insgesamt 66 stimmberechtigten Rohrerinnen und Rohrer war die Quote mit rund einem Viertel Anwesenden zumindest prozentual und im Verhältnis zu anderen Gemeinden dennoch hoch. Das Haupttraktandum war der Eintretensentscheid zur geplanten Fusion mit der Nachbarsgemeinde Stüsslingen.

Gemeinde Rohr 

Nachdem die beiden Gemeinden am vergangenen 21. Oktober anlässlich einer Informationsveranstaltung ausführlich über die Pläne und Folgen dieser möglichen Fusion orientiert haben, ging es an der Gemeindeversammlung nun um den Entscheid, ob es zu einer Urnenabstimmung kommen soll oder nicht. Die Anwesenden stimmten diesem Antrag einstimmig zu. André Wyss zeigte sich entsprechend zufrieden. Er ist überzeugt, dass dieses klare Resultat eine Folge der langen und seriösen Vorbereitungsarbeiten ist, die sein Team zusammen mit den Vertretern von Stüsslingen in den letzten Monaten vollbrachten und das nötige Vertrauen in der Bevölkerung schafften.

Da auch die Stüsslinger/innen ihrerseits an ihrer Gemeindeversammlung den Eintretensentscheid angenommen haben, kommt es nun am 9. Februar 2020 zur Urnenabstimmung. Im Falle von einem «Ja» auf beiden Seiten wird die Fusion per 1. Januar 2021 Tatsache.

Einstimmig genehmigt wurde auch der Antrag auf eine Steuerfusssenkung von 4% und das damit verbundene Budget 2020. Ein weiteres wichtiges Traktandum war die Verabschiedung des neuen räumlichen Leitbildes. Dieses wurde nach einer kurzen Vorstellung – wie auch die beiden Kreditanträge (neue Ortsplanungsrevision und Sanierung der Schulstrasse) – ebenfalls ohne Gegenstimmen genehmigt. 

 

Foto: rohr-so.ch (zVg.)

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