"Was tut ihr konkret für unsere Region?" Diese Frage stellt die Neue Oltner Zeitung NOZ in ihrer aktuellen Ausgabe an die Adresse von SP-Nationalrätin Bea Heim sowie SVP-Nationalrat Walter Wobmann. Die Antwort ist schnell gegeben. Sie haben primär Bundespolitik zu machen und in diesem Kontext die Interessen ihres Kantons in Bundesbern einzubringen. 

Martina Gloor

Bea Heim und Walter Wobmann sind gewählte Nationalräte. Bundespolitiker also. Sie haben primär die anstehenden Probleme auf Bundesebene zu lösen. Dafür sind sie gewählt und dafür werden sie bezahlt.

Natürlich erwarten die solothurnischen Wählerinnen und Wähler, dass unsere Deputation in Bundesbern die Interessen des Kantons und allenfalls der Wohnregion einbringen. Das tun beide genannten, also Walter Wobmann und Bea Heim, mit grossem Engagement, so etwa in der Verkehrspolitik (Stichwort Eppenbergtunnel) oder in der Gesundheitspolitik (Spitex, Krankenkassenprämien usw.). Genau deswegen wurden beide Nationalräte auch immer wieder glanzvoll vom Volk gewählt. 

Die Lösung der kantonalen und regionalen Probleme hingegen gehört zum Aufgabengebiet der Regierungsräte und Kantonsräte. Die Frage der NOZ ist richtig, aber falsch adressiert. Wehe, die National- und Ständeräte würden anfangen, sich in die kantonale, regionale oder kommunale Politik einzumischen. Das käme nicht gut.

Wer mehr regionales Engagement von einem Nationalrat oder einer Nationalrätin erwartet (und das impliziert die NOZ) müsste die beiden erst in den Regierungsrat wählen. Doch das Volk sah Bea Heim und Walter Wobmann lieber in Bundesbern.

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