Der Chef des Speditions- und Logistikkonzerns Galliker blickt besorgt auf seine Branche. «Wegen der Stausituation und ungenügender Infrastruktur können wir heute weniger Auslieferungen tätigen als früher», sagt Peter Galliker im Interview mit der «Handelszeitung». Deshalb seien auch immer mehr Nutzfahrzeuge auf den hiesigen Strassen unterwegs.

Handelszeitung / ots.

«Wenn die Effizienz um 10 Prozent sinkt, benötigen wir auf der anderen Seite 10 Prozent mehr Fahrzeuge.» Alleine über die Leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe lasse sich das Fahrzeugaufkommen nicht eindämmen. Dabei ist es für das Familienunternehmen zurzeit sehr schwierig, geeignete Fahrer im Transportwesen zu finden - und zwar nicht nur in der Schweiz. «Der Chauffeurmangel ist weit mehr als ein nationales Problem», sagt er. Und daran dürfte sich laut Galliker auch mit teilautonomen und selbstfahrenden Lastwagen kaum etwas ändern.

Bis hierzulande solche Gefährte unterwegs sein werden, dürfte es noch einige Jahre dauern. «Ohnehin bin ich der Meinung, dass auch zukünftig ein Lastwagen mit einem Chauffeur unterwegs sein wird», ist er überzeugt.

Kaum Chancen rechnet er hierzulande marktfähigeren Lösungen wie dem Platooning, der Koppelung von Lastwagen, zu. «In der Schweiz wird die Technologie angesichts der grossen Verkehrsdichte kaum funktionieren», ist er überzeugt. Das Gleiche gelte auch für die Giga-Liner mit bis zu sechzig Tonnen Gesamtgewicht.

 

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