Die Alternative Bank Schweiz AG erzielte 2016 ein gutes Ergebnis. Erfreulich ist dank einem Plus von 13,5 Prozent die überdurchschnittlich positive Entwicklung im Kreditgeschäft. Die Anfang 2016 eingeführten Negativzinsen haben die gewünschte lenkende Wirkung auf die Kundengelder erzielt.

ABS

Die Alternative Bank Schweiz (ABS) soll gemäss ihren Statuten mit ihrer Geschäftstätigkeit einen positiven Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft leisten. Gewinnorientierung steht dabei nicht im Vordergrund - die Bank will jedoch so viel Geld verdienen, dass sich das Unternehmen im Sinn des Leitbilds gesund weiterentwickeln kann. Diese Rechnung ist 2016 für die ABS aufgegangen:

Positive Entwicklung im Kreditgeschäft

Die Bank mit einer Bilanzsumme von 1,654 Milliarden Franken hat Kredite in der Höhe von 1,213 Milliarden Franken vergeben. 84 Prozent davon sind für Projekte und Unternehmen, die einen nachweisbaren gesellschaftlichen oder ökologischen Mehrwert leisten. Das Wachstum von 13,5 Prozent im Kreditbereich ist für die Bank, aber auch im Branchen-vergleich, überdurchschnittlich. Es erklärt sich vor allem durch die Finanzierung grösserer Bauprojekte von gemeinnützigen Wohngenossenschaften in der Westschweiz. Generell konnte die ABS ihre Geschäftstätigkeit in der Region dank dem neuen Standort in Lausanne-Flon deutlich ausbauen.

Solides Fundament für die Zukunft

Das Aktionariat der ABS ist im letzten Jahr um 16 Prozent auf über 6'000 Aktionärinnen und Aktionäre gewachsen. Dank deren Engagement konnte die Bank ihre Eigenmittel von 109,9 auf 142,2 Millionen Franken steigern. Sie erreicht dadurch eine risikogewichtete Eigenkapitalquote von 17,25 Prozent. «Wir haben eine solide Grundlage, um unsere Strategie umzusetzen und unser Geschäftsmodell im Sinn des Leitbilds weiterzuentwickeln,» freut sich Martin Rohner, Vorsitzender der Geschäftsleitung.

Negativzinsen mit lenkender Wirkung

Auf der Kundenseite ist die ABS 2016 weniger stark gewachsen als in den Vorjahren. Netto hat die Bank über 900 neue Kundinnen und Kunden gewonnen. Deren Zahl ist damit auf 31'551 angewachsen. Die Kundengelder sind um 2 Prozent auf 1,496 Milliarden Franken gestiegen, das ist deutlich weniger als in den Jahren nach der Finanzkrise. Die ABS-Kundschaft deponiert weniger Geld auf den Konten und fragt dafür mehr Dienstleistungen im Ausser-Bilanz-Geschäft nach. Entsprechend stiegen die gesamthaft von der Bank verwalteten Vermögen um 5 Prozent auf 1,792 Milliarden Franken. Dies ist ein Effekt der Negativzinsen, die die ABS seit 1. Januar 2016 auf allen Konten erhebt. «Wir haben uns davon eine lenkende Wirkung erhofft und diese ist eingetreten, was sich letztlich positiv auf die Wirtschaftlichkeit der Bank auswirkt», resümiert Martin Rohner.

Positives Ergebnis

Die ABS erzielte mit ihrer Geschäftstätigkeit ein gutes Ergebnis. Sie kann für über 5 Millionen Franken Reserven bilden und einen Jahresgewinn von 1,8 Millionen Franken ausweisen. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einer Zunahme von 33 Prozent.

 

20.03.2017 | 852 Aufrufe

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