Seit einiger Zeit ist bekannt, dass die Alpiq Holding AG dekotiert, das heisst von der Börse genommen werden soll. Zurzeit befinden sich 88.4% der Alpiq-Aktien im Besitz von drei grossen Konsortien: Fonds CSA Energie-Infrastruktur Schweiz, an welchem vor allem Schweizer Pensionskassen partizipieren, EOS Holding AG sowie ein Konsortium von Schweizer Minderheitsaktionären (EBL, Primeo, WWZ, Kanton Solothurn). Die restlichen 11.6% befinden sich im Streubesitz.

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Die Stadt Olten, welche zum Streubesitz zählt, besass bisher 50'092 Aktien der insgesamt 27'874'649 Aktien, was einem Eigentümeranteil von 0.18% entspricht. Von Seiten der Grossaktionäre wurde für die sich im Streubesitz befindenden Aktien ein Übernahmeangebot von 70 Franken pro Aktie gemacht. Nach der Dekotierung der Aktien ist ein Verkauf der Aktien an der Börse nicht mehr möglich. Hätte die Stadt die Aktien behalten, wären diese somit nicht mehr handelbar gewesen; ein möglicher Verkauf hätte ausserhalb der Börse erfolgen müssen. Aufgrund der fehlenden Marktfähigkeit hätte die Stadt die Aktien vom Finanzvermögen ins Verwaltungsvermögen transferieren müssen.

Aufgrund der minimalen Beteiligung der Stadt Olten an der Alpiq Holding AG war zudem eine aktive Einflussnahme auf die Steuerung der Unternehmung und die Dividendenpolitik nicht möglich. Der Stadtrat hat sich daher zum Verkauf der Aktien entschieden. Mit dem Verkauf der 50'092 Aktien werden der Stadt liquide Mittel im Umfang von 3’506’440 Franken zufliessen.

Per Ende 2018 waren die Alpiq-Aktien mit einem Buchwert von 3'837’047 Franken bilanziert. Die Stadt wird somit im Jahr 2019 einen Buchverlust von 330’607 hinnehmen müssen. Gleichzeitig bestehen aus der Aufwertung HRM2 noch Neubewertungsreserven von 2’981’195.25. Diese werden mit dem Verkauf erfolgswirksam aufgelöst, was per Saldo einen Buchgewinn für das Jahr 2019 von 2'650'588.25 Franken ergibt. 

 

Foto: Archiv soaktuell.ch

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