Der Bauentscheid ist gefällt; das in «mehreren Anläufen» geplante Betriebsgebäude wird realisiert. Baubeginn soll im April/Mai 2020 sein. Es wird mit einer gut zweijährigen Bauzeit gerechnet, sodass das Gebäude voraussichtlich im Herbst 2022 bezugsbereit sein wird.

a.en

Im Mai dieses Jahres hatte die Aare Energie AG (a.en) das Baugesuch für ein Betriebsgebäude auf dem Grundstück im Dünnernbogen an der Werkhofstrasse, also in direkter Nachbarschaft zum städtischen Werkhof, dem Feuerwehrmagazin und der Riggenbach AG, eingereicht. Am 27. August 2019 wurde die rechtsgültige Baubewilligung erteilt. Nach weiteren Planungsarbeiten und den bereits erfolgten öffentlichen Ausschreibungen der verschiedenen Arbeitsgattungen hat der Verwaltungsrat der a.en entschieden, das Gebäude zu realisieren und Baufreigabe erteilt. Der Baubeginn ist im kommenden April / Mai geplant; voraussichtlicher Fertigstellungs- und
Bezugstermin wird im Herbst 2022 sein.

Gebäude mit gewerblich-industriellem Charakter

Das Gebäude bietet insgesamt 116 Arbeitsplätze, wovon die a.en für ihre Belange derzeit knapp deren 80 benötigt. Das dritte Obergeschoss des Administrationsteils mit rund 40 Arbeitsplätzen wird als strategische Reserve erstellt und soll vorerst langfristig vermietet werden. Der zweistöckige Betriebsteil umfasst Toranlagen und Abstellplätze für grosse Fahrzeuge (z.B. Hebebühne), ein Hochregallager, ein Kleinmateriallager, einen Waschplatz und eine Werkstatt inklusive Schweiss- und Sandstrahlmöglichkeit. Im Aussenbereich wird sich ein offenes Rohrlager sowie ein gedecktes Lager mit Kranbahn befinden.

Das Gebäude, dessen Zugang über die Dünnernbrücke erfolgt, schliesst im Dünnernbogen eine städtebauliche Lücke und wird charakterisiert durch eine Welleternit-Fassade, welche sich ideal mit den bestehenden Gebäuden an der Werkhofstrasse «arrangiert». Sowohl der Administrations- wie auch der Betriebsteil werden im Minergie-Standard gebaut und über eine mit erneuerbarer Energie betriebenen elektrischen Erdsonden-Wärmepumpe beheizt. Auf dem Dach des Betriebsteils wird eine ca. 106 kWp-Photovoltaikanlage jährlich gegen 100’000 kWh Strom erzeugen.

Mit dem einem eigenen Betriebsgebäude können die derzeitigen dezentralen Standorte zusammengefasst werden. Dies ist umso wichtiger, als die Zukunft des bisherigen Betriebsstandortes am Rötzmattweg infolge der geplanten Veräusserung der Liegenschaften MFK und Untersuchungsgefängnis durch den Kanton längerfristig nicht mehr gesichert ist. Die a.en rechnet mit ungefähr gleichen Jahreskosten für das neue Betriebsgebäude im Vergleich zur heutigen Standortsituation, wird aber zusätzlich Synergiegewinne erzielen können.

Die derzeitig wieder aufgenommene, ergänzende Detailuntersuchung über allfällige Auswirkungen der Restbelastung durch Chlor-Kohlenwasserstoffe (CKW) von der ehemaligen Färbi befindet sich im östlichsten Teil des Grundstückes und beeinträchtigt den Neubau nicht. Nach Vorliegen dieser Resultate wird sich zeigen, ob weitere Sanierungsmassnahmen erforderlich sind oder ob die Altlastensanierung für abgeschlossen erklärt werden wird. So oder so wird dieser Teil des Grundstückes im Altlastenkataster verbleiben.

 

Illustration zVg.

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