Vom 26. bis 28. April 2019 findet in Murgenthal die traditionelle MUGA statt (www.muga19.ch). Es ist die Gewerbeausstellung des Handwerker- und Gewerbevereins Murgenthal und Umgebung. Rund 70 Anbieter präsentieren sich den Besucherinnen und Besuchern. «Das ist überwältigend», stellt OK-Präsident Christian Wegmüller aus Glashütten (AG) fest. Wir haben ihn nach den Gründen für diese rege Teilnahme gefragt. 

Das Interview führte Roman Jäggi

Christian Wegmüller, Sie sind erstmals als OK-Präsident einer Gewerbeausstellung tätig. Was hat Sie zum Mitmachen im OK bewegt?
Wegmüller: Lokales, regionales Gewerbe bedeutet für die Gemeinden Leben, Angebote, Service, Arbeitsplätze, Ausbildungsplätze. Ich schätze das Gewerbe sehr. Mich dafür - und damit auch für die Gemeinde - einzusetzen hat mich gereizt.

Wie ist die Zusammenarbeit im OK?
Das OK funktioniert gut, die Zusammensetzung stimmt und alle arbeiten sehr engagiert. Wie viele andere OKs, sind wir eine Freiwilligengruppe, die Freude hat, etwas «auf die Beine zu stellen», zum Wohle vieler.     

Können Sie Ihre beruflichen Erfahrungen in leitenden Funktionen oder Verwaltungsräten schweizerischer Grossunternehmen der Versicherungsbranche nutzen?
OK-Erfahrung habe ich bereits, neu ist das OK-Präsidium einer Gewerbeausstellung. Die guten Unterlagen meines Vorgängers waren mir fast wichtiger, als die Berufserfahrung.

Was erwartet uns an der diesjährigen MUGA?
Den Kern bildet die Leistungsshow der Aussteller, verteilt auf zwei Hallen und auf einen gedeckten Aussenplatz. Die Breite der Angebote übertrifft die Palette eines Einkaufszentrums. Stolz sind wir auch auf das Angebot rund um die Ausstellung, mit Restaurants, Musik, sich vorstellenden Vereinen, Präsentationen, Spielen und mehr. Insgesamt werden über 70 Anbieter aktiv sein. Nicht zu vergessen ist die Tombola, mit einem Wochenende für 2 Personen in Unterbäch (VS) als einem der Hauptpreise. Facebook und die Website www.muga19.ch enthalten alle Informationen, die man als Besucher und Besucherin braucht.

Apropos Unterbäch (VS): Wie sind Sie auf die diesjährige Gastregion Unterbäch gekommen?
Gastregionen zu motivieren ist nicht ganz einfach. Bei uns konnte eine «alte Beziehung» genutzt werden. Mich freut der Besuch von Unterbäch. Diese Walliser Sonnenterasse - ausgerichtet auf Familien, Wanderer, Biker, Skifahrer - kennen noch zu wenige.

Murgenthal liegt am Rand des Kantons Aargau, umgeben von anderen Kantonen. Warum schafft der HGV Murgenthal es, eine so grosse Gewerbeausstellung auf die Beine zu stellen, während Gewerbevereine in viel zentraleren Regionen Ausstellungen absagen?
Aare- und Murg-Brücken helfen. Wir sind eine interkantonale» Ausstellung. Im HGV Murgenthal ist auch das Fulenbacher Gewerbe Mitglied und somit an der MUGA 2019 präsent. Die MUGA wird auch von beiden Einwohnergemeinden – die sich als Aussteller präsentieren - unterstützt. Die Ausstellung findet zudem alle vier Jahre statt, was den Gewerbetreibenden aufwand- und kostenseitig entgegenkommt. Überregional arbeitende Aussteller an Kantonsgrenzen zu holen, ist nicht ganz leicht. Für Gewerbetreibende an den Kantonsgrenzen ist das allerdings Alltag und gerade ein Grund mehr, auf sich aufmerksam zu machen.    

Sind Gewerbeausstellungen nicht ein Relikt von gestern?
Im Gegenteil, die Ausstellung ist aktueller den je. Immer weniger Leuten ist bewusst, was lokal und regional angeboten wird. Das Internet floriert, die Verkaufsläden der Gewerbebetriebe sind fast alle geschlossen. Es ist eine der wenigen verbleibenden Chancen für die lokalen und regionalen Aussteller, sich und die eigenen Leistungen, einem breiten Publikum zu zeigen. Je mehr Anonymität, desto wichtiger ist der persönliche Kontakt, das «Gesicht» zu zeigen. Wir glauben, dass eine nicht allzu grosse Ausstellung, aber mit einem breiten Angebot, dem Besucher entgegenkommt. Zudem soll eine Gewerbeausstellung volksnah sein, es braucht also auch den Volksfestcharakter. Quasi Gewerbe zum Anfassen. Das kann das Internet nie bieten.

Sie reden vom Volkfestcharakter. Können Sie etwas zum Rahmenprogramm sagen?
Es wird sechs Verpflegungs- und Naschmöglichkeiten geben. Musik ist täglich im Angebot. Familien mit kleineren Kindern werden sich an Spielen, der Hüpfburg, am Lama-Parcours (Samstag) und Eselführen (Sonntag) erfreuen. Grössere werden das Torwandschiessen (SC Fulenbach), das Angebot der Jugendarbeit/Cevi oder den Oldtimer favorisieren. Es werden in den Bereichen Feuerwehr, Tier und Natur sowie Kunst interessante Präsentationen angeboten. Eine Neuheit wird der Frischproduktemarkt (Samstagnachmittag) und der Kunstmarkt (Sonntag) sein. Zusätzlich werden auch Aussteller und Vereine Wettbewerbe und Spiele anbieten. An der MUGA gilt Gratis-Eintritt und Gratis-Parkplätze für alle.

Haben Sie gegenüber der letzten MUGA etwas verändert?
Ja, wir haben das vorhin erwähnte Angebot rund um die Ausstellung ausgebaut. Die Präsentationen an fixen Zeiten und insbesondere der Frischprodukte- und Kunstmarkt sind neu. Auch neu ist die eigene Ausstellungs-Homepage www.muga19.ch sowie Social Media.

Wenn sie in zwei, drei Sätzen noch einen Werbespot für die bevorstehende MUGA machen dürften, wie würde dieser lauten?
«Es ist alles vorbereitet für eine interessante Ausstellung mit einem vielfältigen Rahmenprogramm. «Man» trifft sich aus der ganzen Region vom 26. bis 28. April gemütlich an der MUGA - mit Freunden, Bekannten, Ausstellern. Kommt vorbei!»   

Christian Wegmüller, Danke für das Gespräch und viel Erfolg mit der MUGA’19

 

Foto: OK-Präsident Christian Wegmüller (Bild zVg.)

Kommentare

Avatar
Sicherheitscode