Jetzt auf E-Busse und E-Polizeiautos umsteigen, verlangt dipl. Ing. Ernst Müller in grossen Zeitungsinseraten von den Verantwortlichen der Stadt Grenchen. Wir publizieren hier seinen "offenen Brief" im vollen Wortlaut.

Liebe Grenchnerinnen
Liebe Grenchner

„Treibhausgase steigen ungebremst weiter an.“
„Erdgas ist deutlich klimaschädlicher als gedacht.“
„Solothurner Regierungsrat will E-Busse fördern.“
„Die Welt verbrennt 1 Million Tonnen Öl pro Stunde.“

Dies ein paar Schlagzeilen der letzten Wochen. Und was macht die Stadt Grenchen? Der Busbetrieb Grenchen und Umgebung BGU will fünf Gas-Hybrid-Busse kaufen. Damit sollen ein alter Diesel-Bus und vier Gas-Busse ersetzt werden. Und die Stadtpolizei kauft einen Volvo Hybrid mit Vierradantrieb, um ein bestehendes Dienstfahrzeug zu ersetzen.

Während Schaffhausen komplett auf Elektro-Busse umsteigt oder Basel E-Polizeiautos der Marke Tesla kauft, setzt Grenchen im ÖV und bei den Polizeiautos immer noch auf fossile Energie.

Fakt ist: Gas-Busse produzieren massiv CO2. Ein mit Erdgas betriebener Bus stösst 96 Tonnen CO2 pro Jahr aus. Die für Grenchen vorgesehenen Gas-Hybrid-Busse stossen immer noch 88 Tonnen CO2 pro Jahr aus. Die Einsparung ist also marginal. Ein Elektro-Bus hat hingegen 0 Tonnen CO2-Ausstoss, sofern erneuerbarer Strom „getankt“ wird.

„E-Fahrzeuge und Strom aus erneuerbaren Energien sind der richtige Weg.“

Zitat: Herbert Diess (Volkswagen-Chef)

Ich fordere die Verantwortlichen der Stadt Grenchen auf, jetzt die Reissleine zu ziehen, mit gutem Beispiel voran zu gehen und den Schritt in die E-Mobilität bei allen ÖV- und Kommunalfahrzeugen endlich zu machen.

Ihr
Ernst Müller, dipl. Ing.

 

Abbildung: Offener Brief von Ernst Müller (zum Vergrössern bitte anklicken)

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