Die neue Regenmessstation liefert fast in Echtzeit Daten zu den Regenmengen in Zofingen. Diese dienen primär den Behörden und MeteoSchweiz – sie sind aber auch öffentlich zugänglich. Bei Starkregen wird zudem automatisch eine Alarm-Meldung an die Feuerwehr gesendet.

Stadt Zofingen

Der Einwohnerrat bewilligte im Mai 2020 einen Bruttokredit von CHF 400'000 zu Lasten der Spezialfinanzierung Abwasserbeseitigung. Darin enthalten war auch der Betrag von CHF 17'000 für die Anschaffung und Installation einer Regenmessstation. Sie wurde nun bei den Alterswohnungen Rosenberg im Seniorenzentrum erstellt und in Betrieb genommen.

Die neue Regenmessstation dient dazu, das Zofinger Abwassernetz zu optimieren. Die Regendaten sind Grundlage für hydraulische Berechnungen und für die Modellierung des Oberflächenabflusses. Kurzfristig können bei Rückstauproblemen in der Kanalisation unter Einbezug der effektiv gefallenen Niederschläge die Ursachen eruiert und Massnahmen getroffen werden. Langfristig können auch statistische Aussagen zum Niederschlag in Zofingen gemacht werden. Bei Starkregenereignissen werden automatisch Alarm-Meldungen an die Feuerwehr gesendet. Ebenfalls dienen die Daten dem Werkhof für die Abschätzung des Bewässerungsbedarfs und stehen MeteoSchweiz als Datengrundlage zur Verfügung.

So funktioniert die Messstation
Der Niederschlag wird in einem Behälter aufgefangen und das Behältergewicht im Minutentakt gemessen. Die Messgenauigkeit beträgt 0,01 mm. Die registrierten Daten werden alle zehn Minuten an das Datencenter EnVIS des Kantons Aargau geschickt. Die Onlineabfragen haben somit eine maximale Verzögerung zum aufgezeichneten Ereignis von 10 Minuten.

Weitere Informationen: www.zofingen.ch/regenmessstation

 

Foto zVg.

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