Der Aargauer Souverän hat am 18. Mai der Volksinitiative «JA für Mundart im Kindergarten» mit 55,5 Prozent klar zugestimmt. Der Regierungsrat nimmt das deutliche Votum des Souveräns ernst und handelt.

Initiativ- und Abstimmungskomitee

(Bild: Petra Bork / pixelio.de)

Über die von der Exekutive erlassenen Übergangsbestimmungen, dass ab kommendem Schuljahr 2014/15 im Kindergarten grundsätzlich Mundart gesprochen wird, ist das Initiativ- und Abstimmungskomitee erfreut. Dass der Regierungsrat ebenfalls ab dem kommenden Schuljahr die bisherige Regelung zur Standardsprache im Kindergarten - von rund der Hälfte auf einen Drittel zu senken aus dem Lehrplan streicht - ist auch im Sinne der Initianten des Volksbegehrens sowie des Souveräns. Mit der Verwirklichung der Mundart-Initiative ab dem bevorstehenden Schuljahr hat sich der Regierungsrat für die Erhaltung und Förderung unserer Mundart und Dialekte entschieden. Diese regierungsrätlichen Massnahmen sind nach Meinung der Initianten ein bedeutsamer Schritt in die richtige Richtung.

Die Abteilung Volksschule des Departements Bildung, Kultur und Sport (BKS) hat für die Sprachverwendung im Kindergarten Empfehlungen für die Schuljahre 2014/15 und 2015/16 ausgearbeitet. Diese gelten im Sinne einer Übergangsregelung bis zum Inkrafttreten der gesetzlichen Regelung. Das gesetzliche Gesetzgebungsverfahren wird erfahrungsgemäss rund zwei Jahre dauern.

14.06.2014 | 692 Aufrufe

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