Mit Rang elf im Rennen bei der TT Assen ist dem Grand Prix Team Switzerland die dritte Zielankunft in den Punkterängen in Folge gelungen. Kalex-Pilot Randy Krummenacher verschaffte sich tags zuvor mit Startplatz vier eine aussichtsreiche Ausgangslage, jedoch aufgrund eines schwierigen Rennverlaufes scheiterte der zielstrebige Zürcher denkbar knapp an einem weiteren Top-10-Ergebnis.

(mgt)

Randy Krummenacher (Foto: zvg)

Wie schon die Trainingstage zuvor war auch der Renntag der 82. Ausgabe der traditionell am letzten Juni-Wochenende stattfindenden TT Assen im Norden Hollands von herrlichem Sommerwetter begleitet. Dementsprechend strömten die Zuschauer in Massen zum ultraschnellen TT Circuit und nicht nur wegen der guten Verhältnisse ging das Grand Prix Team Switzerland extramotiviert in das Rennen. Vielmehr war der hervorragende vierte Startplatz der Grund dafür, von dem Randy Krummenacher ein guter Start gelang, bis er im kurvenreichen ersten Streckenabschnitt im Gerangel um die Positionen von zwei Konkurrenten berührt wurde. Im weiteren Rennverlauf fand der 22-jährige schnell seinen Rhythmus und wurde auch mit jedem Umlauf schneller. In der Schlussphase kämpfte er in einer Vierer-Gruppe verbissen um Rang acht, wo sich aber in der allerletzten Runde kein Platz für ein sauberes Überholmanöver in der Hitze des Gefechtes geboten hatte. Nach 24 anstrengenden Runden fuhr Krummenacher schließlich als Elfter ins Ziel. Damit eroberte er weitere fünf wertvolle WM-Zähler für die Punktetabelle. Unabhängig davon, dass man den guten Startplatz nicht in ein besseres Rennergebnis ummünzen konnte, blickt man positiv auf das abgelaufene Rennwochenende in Assen zurück und freut sich vielmehr auf den bevorstehenden Grand Prix auf dem Sachsenring, der quasi das Heimrennen für den Schweizer Rennstall ist.

Der WM-Führende Marc Marquez konnte in der Schlussphase den bis dahin in Führung fahrenden Andrea Iannone abfangen und feierte seinen dritten Saisonerfolg. Dritter wurde der Engländer Scott Redding.

Randy KRUMMENACHER – 11. (WM-Rang 16 – 20 Punkte): “Das Rennergebnis entspricht nicht ganz den Vorstellungen, weil ich schon gerne mit einem Top-10-Resultat nach Hause gefahren wäre. Aber insgesamt betrachtet können wir mit diesem Wochenende zufrieden sein, selbst wenn das Rennen eines der schwierigeren war. Mein Start war eigentlich gut, bis ich im ersten Sektor zweimal von Konkurrenten gerempelt worden bin. Beim ersten Mal hat sich Elias brutal innen vorbeigezwängt und dann kam es in der Haarnadel zu einem Zwischenfall mit De Angelis. Somit war der Zug zu den Vorderleuten abgefahren. Aber das ist Racing und so spielt es sich eben in der Moto2 ab. Jedenfalls bin ich dann alleine fahrend in einen guten Rhythmus gekommen und ich konnte auch den Rückstand minimal reduzieren, bis ich selbst etwas nachlassen musste. Selbstverständlich ist es ärgerlich, dass wir so wieder einmal ein besseres Rennergebnis verspielt haben. Wenn man meine Rundenzeiten mit denen des Drittplatzierten vergleicht, dann ist es offensichtlich, dass die Verfolgergruppe der Führenden keinen Deut schneller unterwegs war. Es wäre also wieder mehr drinnen gewesen. Zum Schluss habe ich leider den Kampf um Rang acht verloren, weil einfach kein Platz war, um irgendwo zu überholen. Ich nehme trotzdem viel Positives mit von diesem elften Rang. Nicht nur wegen der gewonnenen fünf WM-Punkte, sondern auch wegen der Tatsache, dass sich der geänderte Trainingsmodus bewährt hat. Mit dem 16. Zwischenrang in der Gesamtwertung bin ich weniger glücklich, aber der Rückstand zu den Top-10, wo ich unbedingt hin will, hält sich in Grenzen. Vom Ansatz her befinden wir uns auf dem richtigen Weg. Wir sind auf Startposition vier gestanden und wir haben auch im Rennen eine ansprechende Leistung abgeliefert. In diesem Stil werden wir am nächsten Wochenende auf dem Sachsenring weitermachen, für das ich nur einen Vorsatz habe, nämlich Fullgaaaz!”

Jarno JANSSEN – Teammanager: “Insgesamt betrachtet war es kein schlechtes Wochenende für uns. Schon alleine der vierte Startplatz von Randy im Qualifying war eine brillante Leistung. Es war uns aber von vornherein klar, dass es im Rennen um einiges schwieriger wird. Randy ist dennoch ein gleichmäßiges Rennen gefahren und hat dabei seine Rundenzeit ständig verbessert. Leider hatte er in der Anfangsphase zwei haarige Situationen zu meistern, weshalb er auch gleich den Anschluss verloren hat. In einem ausgeglichenen Feld, wie es in der Moto2 der Fall ist, ist es dann nur schwer möglich den Abstand auf den Vordermann zu verkürzen. Trotzdem gelang es ihm und seinen Mitstreitern, zu Kallio aufzuschließen, der auf Rang acht liegend vor ihm fuhr. In einer Gruppe bestehend aus vier Fahrern ging er dann in die letzte Runde. Schade, dass er sich nicht durchsetzen konnte. Aber davon lebt der Rennsport, nämlich dass nur ein Fahrer einen Positionskampf für sich entscheiden kann. Dieses Mal fuhren wir als Letzter der Gruppe auf Rang elf ins Ziel. Hoffentlich haben wir beim nächsten Mal etwas mehr Glück und kommen als Gruppenerster ins Ziel. Generell ist uns aber ein vielversprechender Schritt in Richtung bessere Ergebnisse zu erzielen, gelungen. Wir freuen uns schon auf den Sachsenring-Grand-Prix, wo wir im vergangenen Jahr ein sehr starkes Rennen gezeigt haben.“

 

Ergebnis TT Assen:

1. Marc MARQUEZ SPA Team CatalunyaCaixa Respol Suter 39'43.170

2. Andrea IANNONE ITA Speed Master Speed Up +0.405

3. Scott REDDING GBR Marc VDS Racing Team Kalex +7.331

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11. Randy KRUMMENACHER SWI GP Team Switzerland Kalex +14.944

 

Moto2 WM-Stand nach sieben Rennen:

1. Marc MARQUEZ Suter SPA 127

2. Andrea IANNONE Speed Up ITA 104

3. Pol ESPARGARO Kalex SPA 96

.

16. Randy KRUMMENACHER Kalex SWI 20

01.07.2012 | 1681 Aufrufe

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