Im Herbst 2016 hat der Regierungsrat eine Überprüfung der Funktionsbewertungen und Lohnsysteme des kantonalen Personals und der Lehrpersonen veranlasst. Nach Klärung von Handlungsbedarf und Optimierungsmöglichkeiten hat er nun über das weitere Vorgehen entschieden: Das bestehende Lohnsystem des kantonalen Personals soll beibehalten und mit gezielten Anpassungen optimiert werden.

Departement Finanzen und Ressourcen AG

Für den Schulbereich hat er das Departement Bildung, Kultur und Sport (BKS) beauftragt, Grundlagen zu erarbeiten, um die aktuell eingesetzte Funktionsbewertung und das darauf aufbauende Lohnsystem vollständig abzulösen.

Im Aufgaben- und Finanzplan 2017–2020 hatte der Regierungsrat beim kantonalen Personal und bei den Lehrpersonen je einen Entwicklungsschwerpunkt "Erarbeitung Funktionsbewertung und Revision Lohnsystem kantonales Personal beziehungsweise Lehrpersonen" definiert. Unter Würdigung der Erkenntnisse aus dem Vorprojekt sowie aufgrund der damaligen Planungsunsicherheiten in Bezug auf die Planjahre 2019 bis 2022 verzichtete der Regierungsrat im Dezember letzten Jahrs vorerst auf die Projektauslösung. Stattdessen hat er beschlossen, die Funktionsbewertungsmethodik und die darauf aufbauenden Lohnsysteme des kantonalen Personals und der Lehrpersonen nochmals auf Optimierungs- und Modernisierungsmöglichkeiten im bestehenden System hin zu prüfen.

Optimierung Lohnsystem für das kantonale Personal

Aufgrund dieser nochmaligen Überprüfung hat sich der Regierungsrat für ein getrenntes Vorgehen beim kantonalen Personal und bei den Lehrpersonen entschieden. Beim kantonalen Personal soll am bisherigen Lohnsystem auf der Basis der Funktionsbewertungen mittels ABAKABA festgehalten werden. Zur Modernisierung des Lohnsystems sollen jedoch Anpassungen bei der Funktionsbewertung und beim Lohnsystem vorgenommen werden. So ist unter anderem angedacht, für das kantonale Personal Laufbahnmodelle zu erarbeiten und umzusetzen, was eine Anpassung der Verordnung zum Einreihungsplan bedingen würde.

Neues Lohnsystem für Lehrpersonen und Schulleitungen

In Bezug auf die Bewertungsmethodik und das Lohnsystem der Lehrpersonen ist der Regierungsrat aufgrund der Vorabklärungen zum Schluss gekommen, dass eine Optimierung respektive Modernisierung des bestehenden Lohnsystems nicht sinnvoll ist. Aus diesem Grund hat er beschlossen, das sogenannte "Vektorenmodell" abzulösen und durch eine neue Funktionsbewertungsmethodik zu ersetzen. Ein modernes, für den Lehrbereich geeignetes Funktionsbewertungsinstrument soll in Zukunft die Marktfähigkeit der Löhne im Kanton Aargau sicherstellen.

Weiteres Vorgehen

Im Aufgaben- und Finanzplan 2018–2021 sind keine zusätzlichen Mittel zur Umsetzung der beiden Entwicklungsschwerpunkte eingestellt. Es ist davon auszugehen, dass die Optimierungsmassnahmen beim kantonalen Personal ohne Mehraufwand umgesetzt werden können. Die Kostenfolgen im Schulbereich können aufgrund der anzugehenden Neuausrichtung noch nicht beziffert werden. Sie sollen im Laufe der Projektarbeiten aufgezeigt werden.

Die Anpassung der Rechtsgrundlagen sowie die Umsetzung der Massnahmen beim kantonalen Personal, beziehungsweise die Einführung einer neuen Bewertungsmethodik und darauf aufbauend eines neuen Lohnsystems im Schulbereich, sind auf das Jahr 2021 geplant.

Das Departement Finanzen und Ressourcen wird die Optimierungsmassnahmen im Bereich des kantonalen Personals erarbeiten. Für den Schulbereich ist das Departement Bildung, Kultur und Sport mit der weiteren Bearbeitung beauftragt worden. Die Verbände werden im Rahmen der weiteren Projektarbeiten in geeigneter Form einbezogen.

 

Symbolbild von ALPIX / pixelio.de

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