Das Regime der Covid-19-Kurzarbeit zu missbrauchen und Entschädigungen zu erschleichen, ist relativ einfach. Darüber schreibt die "Handelszeitung". Mehrere Kantone berichten von Fällen zulasten der Arbeitslosenkasse. "Einige Anträge waren offensichtlich missbräuchlich", sagt Hubert Helbling, Chef des Amts für Arbeit in Schwyz.

Handelszeitung / ots.

Helbling und Behörden von weiteren Kantonen haben sich solche Firmen notiert, darunter auch der Thurgau. "Wir haben eine Liste von rund hundert Fällen mit Verdacht auf Missbrauch", sagt Daniel Wessner, Chef des Thurgauer Amts für Wirtschaft und Arbeit. Dies sei "der Preis für die Effizienz und vereinfachten Verfahrensabläufe" unter Corona. Sein Kanton bewilligte rund 6000 Anträge. 100 Verdachtsfälle entsprechen einem Anteil von 1,7 Prozent.

Angenommen, das Verhältnis ist repräsentativ für alle Kantone, und nimmt man gesamtschweizerisch 189'000 Anträge als Basis, müssten rund 3'800 Fälle überprüft werden. "Die Kantone haben dem Seco viele Verdachtsfälle übermittelt", bestätigt die Direktorin des Verbandes Schweizerischer Arbeitsmarktbehörden (VSAA), Ursula Kraft. Man warte jetzt darauf, dass der Bund "ein Revisionskonzept ausarbeitet und in Kraft setzt".

 

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