Die Angebotsmieten sind im Mai mit einem Minus von 1,5 Prozent erstmals seit fünf Monaten wieder gesunken. Auch die Preise für Eigentumswohnungen sind leicht günstiger. Dies zeigen die aktuellen Zahlen des Swiss Real Estate Offer Index. Die Preise für Einfamilienhäuser bleiben hingegen konstant.

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Nach einem mehrmonatigen leichten Aufwärtstrend zeigen die Mietpreise im Mai erstmals wieder ein Minus von 1,5 Prozent. Die Angebotsmieten befinden sich damit auf dem Stand des Jahresbeginns. Dies zeigt der von ImmoScout24 in Zusammenarbeit mit dem Immobilienberatungsunternehmen IAZI AG erhobene Swiss Real Estate Offer Index. Auch über die vergangenen zwölf Monate weist der Swiss Real Estate Offer Index eine leicht rückläufige Tendenz von Minus 0,7 Prozent aus.

Die schweizweite Mietpreisentwicklung ist besonders von den Rückgängen in der Genferseeregion (-1,4 Prozent) und im Grossraum Zürich (-0,3 Prozent) geprägt. Das Mietpreisniveau liegt in diesen zwei Regionen weit über dem Schweizer Durchschnitt.

Zunahme der Mieten im Mittelland

In der Nordwestschweiz (-0,8 Prozent), im Tessin (-0,4 Prozent) und in der Zentralschweiz (-0,3 Prozent) sind ebenfalls leichte Abnahmen zu beobachten. Einzig die Ostschweiz (+0,6 Prozent) und das Espace Mittelland (+0,2 Prozent) zeigen einen Anstieg bei den Angebotsmieten.

Doch in welche Richtung wird der Schweizer Immobilienmarkt jetzt steuern? «Dies hängt gerade auch von der wirtschaftlichen und politischen Entwicklung in der EU ab», sagt Martin Waeber, Director ImmoScout24. «Die anhaltende Unsicherheit über den politischen Kurs Italiens setzt die Gemeinschaftswährung unter Druck, weshalb sich der Schweizer Franken gegenüber dem Euro nach einer längeren Entlastungsperiode wieder aufgewertet hat. Die Schweizer Nationalbank dürfte somit bis auf Weiteres kaum Anlass zu einer Zinserhöhung sehen, da dies die Attraktivität des Frankens zusätzlich steigern würde», fügt der Immobilienexperte hinzu.

Eigentumswohnungen leicht günstiger – Einfamilienhäuser konstant

Auch für Stockwerkeigentum weist der Swiss Real Estate Offer Index einen leichten Rückgang aus. Mit einem Minus von 0,5 Prozent wird die Zunahme aus dem Vormonat wieder leicht korrigiert. Aktuell kostet ein Quadratmeter Eigentumswohnung in der Schweiz durchschnittlich 7‘007 Franken. Womit die Angebotspreise in dieser Eigentumskategorie nur noch knapp über der 7‘000-Franken-Marke liegen, die seit Beginn 2016 meist deutlich übertroffen wurde.

Die Angebotspreise für Einfamilienhäuser verharren im Mai hingegen auf dem Stand des Vormonats. Dadurch kommt der bisherige, allerdings nur schwach ausgeprägte Abwärtstrend für Einfamilienhäuser vorerst zum Halt. Auf Jahresbasis betrachtet, zeigt sich allerdings ein Preisrückgang von 2,9 Prozent. Der durchschnittliche Quadratmeterpreis für Einfamilienhäuser beträgt damit 6‘188 Franken. Vor einem Jahr lag dieser Wert noch bei 6‘371 Franken.

«Immobilien stehen weiterhin hoch in der Gunst der Anleger. Es sind also nach wie vor leichte Steigerungen der Immobilienpreise oder zumindest eine Beibehaltung des aktuellen Niveaus zu erwarten», prognostiziert Martin Waeber.

 

Grafiken zVg ImmoScout 24

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