Am 18. Mai 2018 verfällt die Baubewilligung für das Fussballstadion des FC Aarau im Torfeld Süd. Zur Realisierung des Stadions fehlen finanzielle Mittel in der Höhe von 16 Mio. Franken. Die meinstadion.ch GmbH hat es sich zur Aufgabe gemacht, diesen Beitrag vor Verfall der Baubewilligung zu sammeln. Mit Hilfe von Spenden aus Fan- und Unternehmerkreisen, SportToto-Geldern und einem Bankkredit soll dies gelingen.

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Bei einer Nicht-Realisierung des Projekts werden die gespendeten Geldbeträge, welche auf ein Sperrkonto bei der Neuen Aargauer Bank AG einzubezahlen sind, zurückerstattet (nur Beträge ab 50 Franken).

Der FC Aarau ist im Fussball das sportliche Aushängeschild des Kantons Aargau. Nicht nur im Kanton, sondern auch über die Kantonsgrenzen hinaus geniesst der FC Aarau einen hohen Stellenwert. Der Schweizerische Fussballverband hat bereits vor vielen Jahren für die Clubs der Super League und der Challenge League klare, nicht verhandelbare Bedingungen für die Stadioninfrastruktur definiert, welchen das Stadion Brügglifeld nicht mehr genügt. Deshalb wurde das Stadionprojekt „Torfeld Süd“ ins Leben gerufen.

Am 10. Dezember 2007 hat der Einwohnerrat der Stadt Aarau den Vorvertrag mit der HRS Real Estatet AG (HRS) über den Erwerb eines Miteigentumsanteils für das Fussballstadion Torfeld Süd in der Höhe von Fr. 17 Mio. genehmigt. Darauf hat die Bevölkerung der Stadt Aarau am 24. Februar 2008 diesen Kredit bewilligt. Am 14. Dezember 2009 beziehungsweise 13. Juni 2010 wurde die Änderung der allgemeinen Nutzungsplanung vom Einwohnnerrat und dem Volk der Stadt gutgeheissen. Alle gegen den Bau des neuen Stadions im Torfeld Süd eingegangenen Beschwerden sind vom Bundesgericht letztinstanzlich abgewiesen worden.

Die zwei Jahre gültige Baubewilligung für das Stadion läuft bis zum 18. Mai 2018. Anfang Mai 2017 informierten die Stadt und die Bauherrin HRS, dass die bewilligten 36 Mio. Franken für den Bau des Stadions nicht mehr ausreichen. Gemäss der Bauherrin HRS braucht es zusätzliche finanzielle Mittel, weil die ursprüngliche Strategie, das Stadion mit der Mantelnutzung querzufinanzieren, im heutigen Umfeld nicht mehr aufgeht.

In den letzten Wochen formierte sich ein Gruppe rund um Michael Hunziker (ehemaliger Präsident FC Aarau und Präsident FCA-Sponsorenvereingiung CLUB 100), René Herzog (Ehrenpräsident und Gründungsmitglied CLUB 100 sowie ehemaliges FCA-Verwaltungsratsmitglied und dort zuständig für das Stadion), Stephan Meyer (Präsident FCA-Sponsorenvereingiung white socks) und Alfred Schmid (Präsident FC Aarau AG) und gründete die meinstadion.ch GmbH. Ziel dieses Teams und der meinstadion.ch GmbH ist die Realisierung des Fussballstadions im Torfeld Süd, für welches eine rechtskräftige Baubewilligung vorliegt. Dazu werden bis zum 18. Mai 2018 Gelder in der Höhe von 16 Mio. Franken benötigt.

Dieser Betrag setzt sich folgendermassen zusammen:

  • 4 Millionen Franken aus Fan- und Unternehmerkreisen. Hierzu wird unter meinstadion.ch ein Crowdfunding gestartet.
  • Zusätzliche Sport-Toto-Gelder im Betrag von 4 Millionen Franken (zusätzlich zu den bereits in Aussicht gestellten CHF 6 Mio.). Dies Gelder müssen vom Regierungsrat des Kantons Aargau bewilligt werden.
  • Ein Bankkredit im Betrag von 8 Millionen Franken.

Mittels Crowdfunding können Geldbeträge in jeder Höhe gespendet werden. Alle Spenden sind als Schenkung an die Stadt Aarau ausgestaltet und mit der Auflage verbunden, dass die gespendeten Gelder für den Bau des Stadions zu verwenden sind. Gemäss dem Steuergesetz des Kantons Aargau und dem Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer sind Schenkungen an ein Gemeinwesen ab einem Betrag von 100 Franken steuerlich abzugsfähig (vgl. zur steuerlichen Abzugsfähigkeit: bei natürlichen Personen § 40a des Steuergesetzes des Kantons Aargau (StG AG) und Art. 33a des Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer (DBG); bei juristischen Personen § 69 Abs. 1 lit. c StG AG und Art. 59 Abs. 1 lit. c DBG).

Für die Spenden gibt es die folgenden Gegenleistungen als Dankeschön:

  • Für 50 Franken gibt es als Dankeschön 1 Gratis-Ticket für das offizielle Eröffnungsspiel.
  • Für Spenden ab 5000 Franken gibt es als Dankeschön 10 Tickets für das Eröffnungsspiel, eine Einladung an einen separaten Eröffnungsanlass sowie eine Verdankung im offiziellen Sponsorenraum im neuen Stadion.
  • Personen, welche CHF 10'000 oder mehr gespendet haben, erhalten als Dankeschön 10 Tickets für das Eröffnungsspiel (wovon 1 Ticket mit Zutrittsrecht zum Sponsorenraum); zusätzlich werden diese Personen zu einem separaten, feierlichen Abenderöffnungsanlass eingeladen werden. Die Namen der Spender werden im Sponsorenraum an einer geeigneten Stelle verdankt.
  • Personen, welche CHF 20'000 oder mehr gespendet haben, erhalten als Dankeschön 10 Tickets für das Eröffnungsspiel (wovon 2 Tickets mit Zutrittsrecht zum Sponsorenraum). Diese Personen (inklusive einer Begleitung) sind zusätzlich zu einem separaten, feierlichen Abenderöffnungsanlass eingeladen. Die Namen der Spender werden im Sponsorenraum an einer geeigneten Stelle verdankt.
  • Personen, welche CHF 50'000 oder mehr gespendet haben, erhalten als Dankeschön 10 Tickets für das Eröffnungsspiel (wovon 6 Tickets mit Zutrittsrecht zum Sponsorenraum). Diese Personen (inklusive fünf Begleitungen) sind zusätzlich zu einem separaten, feierlichen Abenderöffnungsanlass eingeladen. Die Namen der Spender werden im Sponsorenraum an einer geeigneten Stelle verdankt.
  • Alle Spenden von CHF 50 oder mehr werden durch Anbringen einer entsprechenden „Erinnerungstafel“ (mit Angabe Vorname, Name und Wohnort bzw. Firma und Sitz des Spenders), welche durch einen Aargauer Künstler zu erstellen ist, an einer geeigneten Stelle des Stadions verdankt.

Bei einer Nicht-Realisierung des Projekts werden die gespendeten Geldbeträge, welche auf ein Sperrkonto bei der Neuen Aargauer Bank AG einzubezahlen sind, zurückerstattet (nur Beträge ab 50 Franken). Kleinere Beträge werden in Form einer Spende je zu einem Drittel an die Juniorenabteilung der FC Aarau AG, an den Verein Fussball-Club Aarau 1902 und an den Verein FC Aarau Frauen überwiesen.

Weitere Informationen findet man unter meinstadion.ch, sowie auf Facebook, Twitter, Instagram und YouTube

 

Bild: Screenshot meinstadion.ch

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