Die schwerreiche Familie Haefner ordnet ihr Imperium neu. Die Besitzer der Amag-Gruppe reorganisieren das grösste Autohaus des Landes. «Die Autogruppe steht jetzt auf eigenen Füssen», bestätigt Amag-Chef Morten Hannesbo Recherchen der «Handelszeitung».

Handelszeitung / ots.

Als Folge der Reorganisation fliessen Immobilien im Wert von mehreren 100 Millionen Franken ins Privatvermögen des 64-jährigen Martin Haefner und seiner jüngeren Schwester Eva-Maria Bucher-Haefner. Im Amag-Konzern bleiben nur noch jene Vermögenswerte, die für das Autogeschäft von zentraler Bedeutung sind.

Hintergrund des grossen Umbaus ist der Dieselskandal. Als ruchbar wurde, dass der VW-Konzern die Abgaswerte mit einer Software manipuliert hatte, realisierte Amag-Präsident Haefner, wie eng das Schicksal seines Autohauses mit dem deutschen Autobauer verknüpft ist. Um das Familiensilber krisensicher zu machen, hat er damit begonnen, das Privatvermögen vom Autogeschäft zu trennen.

Der Prozess dauerte 18 Monate. Das ganze Familienportfolio wurde durchleuchtet. Haefner beriet sich mit seinen engsten Vertrauten und den langjährigen Partnern bei der Anwaltskanzlei Homburger.

Kommentare

Avatar
Sicherheitscode