Anlässlich der verschobenen Generalversammlung soll die Aargauer Nationalrätin Maja Riniker am 4. September in Biel zur neuen Präsidentin des Schweizerischen Zivilschutzverbandes (SZSV) gewählt werden. Sie löst Walter Müller ab, der dannzumal den Verband achteinhalb Jahre geführt haben wird.

Schweizerischer Zivilschutzverband

Der St. Galler Müller war 2019 nach 16 Jahren nicht mehr zu den Nationalratswahlen angetreten und hatte in der Folge auch als SZSV-Präsident auf die GV 2020 hin demissioniert. Aufgrund der aktuellen Lage wurde die Generalversammlung mit der Wahl seiner Nachfolge in den Herbst verschoben.

Mit der 42-jährigen Maja Riniker tritt eine Politikerin in seine Fussstapfen, die einiges mit ihrem Vorgänger gemeinsam hat: Die 2019 in den Nationalrat gewählte Aargauerin mit Wohnort Suhr gehört ebenfalls der FDP.Die Liberalen an, zudem ist die Betriebsökonomin wie zuvor Müller Mitglied der Sicherheitspolitischen Kommission des Nationalrates. Politische Erfahrung bringt sie zudem als Aargauer Grossrätin (von 2013 bis 2019) mit. Sie präsidierte auf kantonaler Ebene die Kommission für Öffentliche Sicherheit (SIK).

Die ausserordentliche Lage zwingt den SZSV nicht nur zu einer späteren Durchführung der Generalversammlung, auch die alljährliche Fachtagung für das technische Kader der Zivilschutzorganisationen vom 19. Mai in Olten wurde bereits abgesagt. Dieses eintägige Seminar wird turnusgemäss im Frühling 2021 wieder stattfinden.

Zivilschutz im Coronavirus-Einsatz

Dass der Zivilschutz in Notlagen eine wichtige Stütze ist, hat sich in den letzten Tagen bereits an verschiedenen Orten erwiesen. In mehreren Kantonen und Regionen wurden Angehörige des Zivilschutzes aufgeboten, unter anderem für Betreuungsdienste und logistische Aufgaben, namentlich auch als Aussenposten vor Spitälern für den Empfang von Patienten.

 

Foto: Nationalrätin Maja Riniker (Bild zVg.)

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