„Klar gewerkschaftlich, klar christlich, klar sozial“ – seine Politik bringt Philipp Hadorn im Gespräch schnell auf den Punkt: „Sichere Arbeitsplätze und eine gesunde Wirtschaft, die Energiewende, der öffentliche Verkehr, Bildung für alle und eine gerechte Verteilung des Reichtums.“ Als Solothurner liegt ihm auch sein Heimatkanton besonders am Herzen. 

von Rodolfo Ciucci

Nationalrat Philipp Hadorn (Foto zVg.)

Philipp Hadorn macht gern Nägel mit Köpfen. Seit seinem zwölften Lebensjahr hat er sich erfolgreich politisch engagiert: als Aktivist gegen Atomkraftwerke, als Initiant und Mitbegründer von SchülerInnenräten an der Kantonsschule Solothurn und am KV Grenchen, in Gerlafingen als Gemeinderat und später im Solothurner Kantonsrat. Seit 2011 ist er Mitglied des Nationalrats. Da gehört er auch zur Finanzkommission und zur Neat-Aufsichtsdelegation.

Als Christ und Sozialdemokrat schaut er genau hin, was den Schwächeren dient. Dem Gewerkschafter sind sichere Arbeitsplätze wichtig, geregelte Arbeitszeiten, faire Löhne und zumutbare Leistungen. Arbeitnehmende und Arbeitgebende sollen sich auf Augenhöhe begegnen können: „Es geht um unseren Selbstwert, es geht um unseren Stolz auf unsere Leistung und soziale Sicherheit.“

Aus christlicher Perspektive verteidigt er die Menschenwürde sowie die persönliche Freiheit. Er setzt sich ein für die Umwelt „aus Respekt vor der Schöpfung“. Unsere Welt solle auch den künftigen Generationen Entfaltungsspielraum bieten, das heisst Raubbau an den natürlichen Ressourcen stoppen: „Mein Glaube gibt mir die Kraft, mich für Mensch und Natur einzusetzen, auch wenn’s hart auf hart geht.“

Dass Reiche immer reicher werden und die Lohn- und Vermögensschere immer weiter auseinander klaffen, ist ihm ebenso ein Dorn im Auge wie die Mehrklassen-Medizin und das Sparen bei der Bildung oder jegliche Benachteiligung in der Schule. Seine soziale Agenda umfasst eine gerechte Finanz- und Steuerpolitik, ein offenes und bezahlbares Gesundheitssystem, Zugang zu Bildung für alle, sichere Renten und bezahlbaren Wohnraum sowie die Förderung des öffentlichen Verkehrs. Philipp Hadorn: „In unserem Land wollen wir sicher, offen und frei leben und uns wohl fühlen, in jedem Alter und jeder Lebenssituation.“

Philipp Hadorn, 48 Jahre, ist seit 25 Jahren mit Karin verheiratet und Vater dreier erwachsener Söhne. Er war und bleibt sehr aktiv, fühlt sich offensichtlich „voll im Saft“: Gewerkschaftssekretär (SEV), Mitglied des Nationalrats, Präsident des Blauen Kreuz Schweiz sowie der NWA-Regionalgruppe Solothurn und der Gewerkschaft des Bodenpersonals der Luftfahrtindustrie (SEV-GATA). Er ist Mitglied der Geschäftsleitung des Gewerkschaftsbundes Kanton Solothurn, Vorstandsmitglied der IG pro VEBO und INSOS sowie aktives Kirchenmitglied.

Philipp Hadorn: „Die Schweiz wurde auf soliden ethischen und moralischen Säulen aufgebaut. Dafür habe ich mich immer eingesetzt.“ Solide und echt schweizerisch – so begegnet man ihm auch in seinem sauberen, dünkellosen Einfamilienhaus in Gerlafingen, wo er seit zwanzig Jahren mit seiner Frau Karin sowie seinen Söhnen wohnt. Katze, Hühner, Fische und Molche gehören auch dazu. Bei der Renovation des ehemaligen Lehrerhauses Baujahr 1925 hat er mit Hand angelegt, gespitzt, getäfert, Rohre verlegt, Drähte eingezogen, „geplättelt“ und Laminat verlegt. Geheizt wird mit Gas, das Wasser über eine Wärmepumpe aufgewärmt, und auf dem Dach wird mehr Strom produziert, als die Familie benötigt.

Das Büro hat er in seinem lichtdurchfluteten Wintergarten eingerichtet. Alles wirkt klar.

Informationen über Philipp Hadorn finden sich unter www.philipp-hadorn.ch.