Die Internet-Zeitung soaktuell.ch berichtete bereits am Freitag mit Bild eines schwarzen Panthers über die Sichtung einer unbekannten Raubkatze im Wald um Kestenholz (>> siehe Artikel vom Freitag). Aufgrund der Beschreibung durch einen Wildhüter ging unsere Redaktion schon damals am ehesten von einem Panther aus. Mittlerweile hat sich das unbekannte Tier zum nationalen Medienereignis hochgearbeitet. Bei der Polizei Kanton Solothurn gingen zwischenzeitlich weitere Meldungen über Sichtungen des Tier ein.

von Melanie Jäggi

Schwarzer Panther (Bild von Adolf Riess / pixelio.de)

Aufgrund mehrerer Meldungen, wonach sich im Wald in der Region Kestenholz und Wolfwil ein unbekanntes Tier aufhalten soll, wurden durch das Amt für Wald, Jagd und Fischerei des Kantons Solothurn zusätzliche Fotofallen gestellt und Köder gelegt. Bis jetzt blieben diese Massnahmen jedoch erfolglos, wie die Kantonspolizei mitteilt. Das Tier konnte weder fotografiert noch lokalisiert werden.

Die getätigten Abklärungen bei Zoos, Zirkussen oder privaten Personen, die im Besitze von Raubkatzen sind, hätten ebenfalls keine neuen Erkenntnisse gebracht, schreibt die Polizei. Zurzeit werde geprüft, ob ein Zusammenhang mit der Meldung des Bundesamts für Umwelt (BAFU) besteht, wonach seit Oktober 2011 ein Panther aus dem süddeutschen Raum abgängig sei.

Bei den gemeldeten Sichtungen mit einem Menschen soll sich das Tier jeweils scheu verhalten und sich zurückgezogen haben. Es bestehe zurzeit keine akute Gefahr für die Menschen.

Nach Recherchen der Internet-Zeitung soaktuell.ch ist bisher kein Landwirt bekannt, dem Tiere angefallen oder gefressen wurden. Auch sonst sind bisher keine solchen Meldungen eingegangen. Eine Raubkatze dieses Kalibers braucht relativ viel Fleisch und würde sich bei grossem Hunger auch solches beschaffen. Aber auch hier gibt es bisher keine Funde von Kadavern oder ähnlichem. 

Dennoch sollte man sich bei einer Begegnung vorsichtig verhalten und sich dem unbekannten Tier nicht unnötig nähern, rät die Polizei. Personen, die das Tier sehen, werden gebeten, ihre Beobachtungen umgehend der Kantonspolizei Solothurn mitzuteilen, Telefon 032 627 71 11.

08.05.2012 | 4346 Aufrufe

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