Am 24. September 2017 stimmen wir über den direkten Gegenentwurf zur zurückgezogenen Initiative des Schweizerischen Bauernverbandes (SBV) „Für Ernährungssicherheit“ ab. Im Kern verlangte die Initiative des SBV die Stärkung der Inlandproduktion von Lebensmitteln, also einen möglichst hohen Selbstversorgungsgrad. Im nun zur Abstimmung gelangenden Gegenentwurf jedoch, ist dieser Kernpunkt nicht mehr enthalten.

Martin Bracher, Büsserach

Dadurch werden wir im Nahrungsmittelbereich abhängiger vom Ausland, was sich in Krisenzeiten fatal auswirken kann. Umso fragwürdiger erscheint daher der Rückzug der in Rekordzeit mit 148.000 Unterschriften zustande gekommenen SBV – Initiative „Für Ernährungssicherheit“. Obendrein unterstützt nun der SBV auch noch den Gegenvorschlag.

Angesichts dieser Sachlage fühlen sich viele Bauern, aber auch andere Bürger, welche die Initiative unterschrieben haben, durch den Seitenwechsel des Initiativkomitees nicht vertreten.

Wohin die Reise mit dem Gegenentwurf gehen soll, offenbarte Bundesrat Johann Schneider-Ammann in einem Interview mit der NZZ: „ Der Schritt Richtung offene Märkte tut der Landwirtschaft zwar weh, aber er bedroht nicht ihre Existenz …“ Und weiter „Es braucht größere Strukturen und weniger Betriebe indem z.B. beim Generationenwechsel die Betriebe zusammengelegt werden...“

Anhand dieser Aussagen von Bundesrat Schneider-Ammann, ist zu befürchten, dass bei einer Annahme des Gegenentwurfs, das „Bauernsterben“ noch drastischer als bisher fortschreiten wird.

Darum NEIN am 24.9.2017 zum Bundesbeschluss über die Ernährungssicherheit (Direkter Gegenentwurf zur zurückgezogenen Initiative „Für Ernährungssicherheit“)!

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