Die Verschuldung des Stromkonzerns Alpiq ist weitaus höher als in den offiziellen Zahlen ausgewiesen, schreibt die «Handelszeitung». Dominik Meyer, Kreditanalyst bei der Bank Vontobel, kommt zum Schluss: «Die effektive Nettoverschuldung dürfte per Ende 2017 auf voll kreditadjustierter Basis rund 3,6 Milliarden Franken betragen.» 2,9 Milliarden Franken mehr, als Alpiq offiziell im Geschäftsbericht ausgewiesen hat.

Handelszeitung / ots.

Etwa, weil Kraftwerkbeteiligungen nicht davon erfasst sind und weil Alpiq die zur freien Verfügung stehende Liquidität und das Eigenkapital entsprechend auslegt.

Alpiq selbst betont auf Anfrage, man bilanziere nach den internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS). Die Bewertungen der Anlagen würden durch die externe Revisionsstelle jährlich auf ihre Werthaltigkeit geprüft. Alleine die derzeit unverkäuflichen AKW-Beteiligungen haben einen buchhalterischen Wert von 755 Millionen Franken in der Alpiq-Bilanz.

 

 

Foto: Alpiq.ch

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