In der ersten Jahreshälfte 2018 ging die Zahl der bei Verkehrsunfällen in der Schweiz getöteten und schwerverletzten Personen zurück. Auf der Strasse verloren 100 Personen ihr Leben. Dies entspricht dem zweittiefsten Stand seit Bestehen der halbjährlichen Verkehrsunfallstatistik. 1726 Personen wurden schwer verletzt, was dem tiefsten Stand überhaupt entspricht. Dies geht aus den provisorischen Zahlen des Unfallregisters des Bundesamtes für Strassen (ASTRA) hervor.

ASTRA

Seit 1992 werden die Verkehrsunfallzahlen halbjährlich erfasst und publiziert. Im ersten Halbjahr 2018 wurden 1726 Personen schwer verletzt (2017: 1844 Personen) und  100 Personen getötet (2017: 113 Getötete). Damit setzt sich der langjährige abnehmende Trend fort. Auch die Anzahl der Unfälle mit Personenschaden sinkt.

Bei den Getöteten wurde die stärkste Abnahme im Vergleich zum Vorjahr bei den Velofahrenden – vor allem in der Gruppe der 30- bis 59-Jährigen – sowie den Fussgängerinnen und Fussgängern beobachtet. Ein Rückgang konnte vor allem bei den über 60-Jährigen Fussgängerinnen und Fussgängern festgestellt werden. Im Vergleich zum Vorjahr leicht angestiegen ist die Zahl der getöteten Motorradfahrenden, wovon vor allem die Altersgruppe der 50- bis 69-Jährigen waren. Im Vergleich zum fünfjährigen Mittel nahmen die Zahlen jedoch ab.

Weiterhin steigende Zahlen bei Verunfallten mit E-Bikes

Während die Anzahl der Schwerverletzten bei einem Grossteil der Verkehrsteilnehmenden abnahm, ist diese bei den E-Bike-Fahrenden von 103 auf 138 angestiegen, wovon insbesondere die Altersgruppe der über 40-Jährigen betroffen war. Die schwer verletzten 40- bis 49-Jährigen verunfallten vermehrt auf schnellen E-Bikes, während die über 50-Jährigen in höherem Mass auf langsamen E-Bikes verunfallten.

Auffällig ist, dass im April 2018 viele E-Bike- und Motorradfahrende bei Unfällen getötet oder schwer verletzt wurden. Grund hierfür ist vermutlich das Wetter: Nach einem winterlichen, feuchten März war es im April frühsommerlich warm und trocken, was viele Zweiradfahrer auf die Strasse lockte.

 

Archivbild von soaktuell.ch

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