Vom 13. bis 23. Juni 2013 empfängt Biel rund 60‘000 Turnerinnen und Turner sowie 120‘000 Besucherinnen und Besucher am Eidgenössischen Turnfest 2013. Ein Jahr vor dem Start zum grössten Breitensportanlass der Schweiz ziehen die Organisatoren eine positive Zwischenbilanz. Die Vorbereitungsarbeiten sind auf Kurs, bis zur Eröffnungsfeier am 13. Juni 2013 gibt es jedoch noch viel zu tun.

(mgt)

Themenbild: Jürgen Albert, pixelio.de

OK-Präsident Hans Stöckli freut sich, im kommenden Jahr zusammen mit seinem Team und den zahlreichen regionalen Partnern die Gastgeberqualitäten des Seelands erneut unter Beweis zu stellen. «Das Turnfest wird «Gymnastique Fantastique» präsentieren, so wie es der Slogan des ETF 2013 verspricht», so Stöckli. «Wir wollen aber auch zeigen, dass unsere Region «fantastique» ist. Ein Eidgenössisches Turnfest direkt am See ist etwas Einmaliges. Ich bin sehr glücklich darüber, dass wir mit allen Standortgemeinden und mit den Landeigentümern gute Vereinbarungen treffen konnten und gemeinsam die Vorzüge und Qualitäten der Region Biel unter Beweis stellen können.»

Auf der Zielgeraden ist das Budget, das bei einem Total von knapp 18 Millionen Franken zurzeit noch ein Defizit von 250‘000 Franken ausweist. «Wir sind auf Kurs», bestätigt der Präsident, «unser Ziel ist es, am ETF 2013 schwarze Zahlen zu schreiben», betont Stöckli. Das OK sei daher hart an der Arbeit und versuche, in allen Bereichen Kosten zu optimieren. Gleichzeitig gehe auch die Suche nach zusätzlichen Sponsoren weiter. Die Verantwortlichen wollen nun insbesondere auch potenzielle regionale Sponsoringpartner ansprechen.

Nachhaltigkeit im Fokus

Fränk Hofer, Direktor des ETF 2013, hat sich zum Ziel gesetzt, ein möglichst nachhaltiges Turnfest zu organisieren. Die Art der Organisation und die Teilnahme an der Veranstaltung haben grosse Auswirkungen auf Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft. «Wir verstehen Nachhaltigkeit daher als integrativen Ansatz, der sich durch unsere gesamte Arbeit zieht und in allen Teilprojekten Anwendung findet», so Hofer.

Den Belastungen, die ein Fest dieser Grössenordnung generiert, wollen die Organisatoren mit einem ganzen Bündel an Massnahmen begegnen. Weit fortgeschritten sind die Arbeiten im Bereich Verkehr, hoch die Erwartungen. «Wir haben uns zum Ziel gesetzt, dass 90 Prozent der Turnerinnen und Turner mit dem öffentlichen Verkehr anreisen.

Wer in Biel aus dem Zug aussteigt, steht praktisch schon auf dem Festgelände, einfacher können wir es den Festbesucherinnen und –besuchern nicht machen», so Hofer. Zudem sollen bestehende ÖVAngebote während der Turnfest-Zeit verdichtet und rund um die Uhr betrieben werden. Für die Verschiebung der Turnerinnen und Turner zwischen den verschiedenen Wettkampflätzen prüft das OK weitere Möglichkeiten wie die Ausleihe von Velos, E-Bikes und Micro Scootern.

Grosse Anstrengungen unternehmen die Organisatoren auch in den Bereichen Infrastruktur und Energie sowie, in Zusammenarbeit mit Hauptsponsor Coop, bei der Verpflegung. «Alle temporären Bauten werden nach dem Fest rückgebaut» führt Hofer aus. Das Kulturland im «Ipsemoos», auf dem temporär Wettkampfanlagen und ein Zeltplatz für 20‘000 Personen entsteht, wird unter Beratung von

Bodenexperten schrittweise auf diese Nutzung vorbereitet und anschliessend wieder in Kulturland überführt. Das Festgelände wird mit 100% zertifiziertem Ökostrom versorgt und im Bereich Verpflegung sollen wo immer möglich saisonale und auch regionale Produkte angeboten werden.

Differenziertes Wettkampfangebot für Kinder und Jugendliche

Mit 127 Kategorien präsentiert sich das Wettkampfprogramm des Turnfestes 2013 im Vergleich zur Ausgabe 2007 deutlich gestraffter. «Wir wollen zurück zu den Wurzeln des Turnens», sagt Gesamtwettkampfleiter Thomas Jäger. Ausgebaut wird jedoch das Wettkampfangebot für Kinder und Jugendliche. «Neu teilen wir die 8- bis 17-Jährigen in fünf verschiedene Alterskategorien ein», erläutert Jäger. «10-Jährige müssen sich auf diese Art und Weise nicht mehr mit 15-Jährigen messen. Zudem passen wir auch das Sportangebot den verschiedenen Altersgruppen an.» Ziel ist es, 10‘000 Kinder und Jugendliche für eine Teilnahme am Eidgenössischen Turnfest 2013 zu motivieren.

Diese erhalten dank der Unterstützung der Stiftung Vinetum die Festkarte um 100 Franken günstiger. Ebenfalls werden Wettkampf- und Rahmenprogramm auf ihre Bedürfnisse ausgerichtet. Die Wettkämpfe konzentrieren sich auf ein Wochenende und werden in möglichst kompakter Form durchgeführt. Vorgesehen ist ebenfalls eine spezielle Schlussfeier für die Jugend am 16. Juni 2013.

Facts and Figures

60‘000 Turnerinnen und Turner

120‘000 Besucherinnen und Besucher

8‘000 Helferinnen und Helfer

150 Mitglieder im engeren OK, der grösste Teil davon ehrenamtlich

127 Kategorien

Temporärer Zeltplatz für 20‘000 Personen

Temporäre Nutzung von 32 ha Kulturland

Sportanlagen: Gurzelen, Bözingen, , Magglingen, Ipsacher Moos, Strandboden, Arena im Expo Park,

diverse Sporthallen in der Stadt Biel

15.06.2012 | 2415 Aufrufe

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