Lobenswert, wie rasch und gut die Behörden die Bevölkerung wegen der Trinkwasserverschmutzung informiert haben. Fragen stellen sich aber trotzdem, z.B. hinsichtlich des Risikomanagements der Betreiber der Kläranlage. Kann es tatsächlich sein, dass eine ARA keine vorsorglichen Massnahmen für mögliche Stromausfälle getroffen hat, z.B. mit einem automatisch einsetzenden Notstromaggregat? Oder hat auch dieses im Fall Winznau versagt?

Bea Heim, Nationalrätin

Wie verhält es sich mit der vorsorglichen Gefahreneinschätzung? Wie ist die Zusammenarbeit auf der Ebene der kantonalen Ämter, welche das Risikomanagement von Anlagen zu prüfen haben? Müssten da nicht beide involviert sein, sowohl das Amt für Gesundheit mit der Trinkwasser- und Lebensmittelkontrolle wie auch das Amt für Umwelt, zuständig für die Sicherheit der Kläranlagen?

Die Einwohner von Dulliken, Lostorf und Obergösgen können von Glück reden, dass die Wasserverschmutzung nicht gravierender ausgefallen ist. Doch welche Lehren sind aus dem Vorfall zu ziehen? Eine Verbesserung der Risikovorsorge vonseiten der Betreiber wie auch eine Verbesserung der Überprüfung derselben und zwar in dem Sinn, dass diese sowohl vom Amt, das zuständig ist für die Trinkwasserversorgung vorzunehmen ist wie auch vom Amt für Umwelt, dem die Kläranlagen unterstehen. Ob es für diese Zusammenarbeit der Ämter Massnahmen auf politischer Ebene braucht – das bin ich zurzeit am Abklären.  

 

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