Fotovoltaik ist vor allem in Deutschland, soll aber auch in der Schweiz ein Pfeiler der sog. „Energiewende“ werden. Wer jedoch genau hinschaut stösst auf eine ganze Reihe von krassen Ungereimtheiten. Im folgenden sind die schwerwiegensten davon aufgezählt.

von Dr. Hans-Rudolf Lutz, Lostorf

 

1. Umverteilung von arm zu reich   
Jeder, der gegenwärtig eine Fotovoltaik-Anlage (Solarzellen auf dem Dach und Wechselrichter im Haus) errichtet, erhält für den produzierten und ins Netz eingespeisten Strom eine Vergütung, die weit über dem mittleren Produktionspreis der Elektrizitätswerke liegt und dem Investor, über 20 Jahre garantiert, eine gute Rendite abwirft. Bezahlt wird dies von allen Stromkonsumenten – im Moment mit einem Zuschlag von 0.45 Rappen pro Kilowattstunde.

Mieter in Mehrfamilienhäusern, also etwa 50 % der Stromkunden und häufig ärmere Leute, können keine Fotvoltaik-Anlagen montieren, so wie es Einfamilienhausbesitzer od. Firmen und öffentliche Anstalten (u.a. auch Elektrizitätswerke) jetzt in grossem Massstab tun. Die Armen subventionieren somit die Reichen! Mit mehreren 100 Millionen Franken pro Jahr.

Von Seiten der SP findet kein Aufschrei statt. Vermutlich weil die SP-Spitzenpolitiker ebenfalls zu den Profiteuren gehören.

2. Solarzellen kommen aus China
Es ist nicht so, wie uns vor allem die Grünen immer wieder weismachen wollen, dass mit der Energiewende bei uns tausende von Arbeitsplätzen geschaffen würden. Im Bereich der Solarzellen ist das Gegenteil der Fall . Sowohl in Deutschland, wie auch in der Schweiz kämpfen die Firmen, die solche Panels herstellen mit grossen finanziellen Schwierigkeiten und eine ganze Reihe von ihnen ist bereits vom Markt verschwunden, mit entsprechenden Verlusten von Arbeitsplätzen. Dies deshalb, weil die Installateure von Fotovoltaikanlagen ihre Solarzellen zum grossen Teil in China beziehen, wo sie mit billigen Arbeitskräften, mangelhaften Umweltsauflagen, z.T. mit Subventionen, aber auch dank Grossserienherstellung viel kostengünstiger hergestellt werden.

Mit dem bei uns subventionierten Solarstrom werden also vor allem chinesische Arbeitplätze gesichert!

3. Chinesische Solarzellenfabrikation erhöht weltweiten CO2-Ausstoss
Die Herstellung von Solarzellen ist sehr stromintensiv. In China werden 80% des elektrischen Stroms in Kohlekraftwerken erzeugt. Berechnungen des PSI zeigen, dass pro Kilowatt installierte Fotovoltaik-Leistung mit chinesischen Solarpanels  ziemlich genau eine Tonne CO2 in die Atmosphäre freigesetzt worden war. Vergleicht man diese Situation mit den Schweizer Kernkraftwerken, so lautet das Ergebnis: Pro erzeugte Kilowattstunde stossen Fotovoltaik-Anlagen rund 10 mal mehr CO2 aus als unsere Kernkraftwerke!

4. Die tägliche Fotovoltaik-Lüge
Es vergeht wirklich fast kein Tag, wo man nicht in irgend einer Zeitung den Satz lesen kann: „Mit dieser neuen Fotovoltaik-Anlage kann man den Strombedarf von (z.B.) 200 Einfamilienhäusern decken“. Eine derartige Aussage ist und bleibt falsch! Die Sonne scheint nur am Tag. In der Nacht ist die Produktion der Solarzellen exakt gleich Null. In unseren Wohnungen brauchen wir aber auch nachts viel Strom, z.B. für Licht, Fernsehen, Tiefkühler, Wasch- und Abwaschmaschinen. Selbst Ölheizungen brauchen Strom. Im Winter ist die Situation, der langen Nächte wegen besonders krass. Wenn man die Tages-Solar-Elektrizität mit Batterien im Keller speichern wollte, dann würde der so gebrauchte Strom mindestens 100 % teurer!

5. Wir sind kein Fotovoltaik-Land
In der Sahara scheint die Sonne bis zu 4300 Stunden im Jahr. Im schweizerischen Mittelland sind es weniger als 2000 Stunden. Damit wird die Ausnützung wegen rein geografischen und meteorolo-gischen Gegebenheiten beschränkt. Die Kosten pro Solar-Kilowattstunde sind deshalb bei uns mehr als 2 mal teurer als in Wüstengegenden. Randbedingungen, die mit keinen technischen Verbesserungen geändert werden können.

Fazit: Die unsinnige Förderung von Fotovoltaik-Anlagen in der Schweiz bedeutet: Die Reichen werden reicher, bezahlt durch die Armen. Die CO2-Bilanz unserer Stomversorgung wird verschlechtert. Ein ansehnlicher Teil der Fördergelder fliesst nach China. Die Sicherheit unserer Stomversorgung wird verschlechtert. Wie lange geht es wohl noch bis der Stimmbürger dies alles merkt und die Politiker drängt, diesen Unsinn zu stoppen?

 

 

08.02.2012 | 2965 Aufrufe

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