Der Zürcher FDP-Ständerat Ruedi Noser fordert Massnahmen für mehr Kapitalpolster in den Firmen. Er bringt in der neusten "Handelszeitung" ein Instrument ins Spiel, das es bis zur Unternehmenssteuerreform II vor zehn Jahren gab: Die Arbeitsbeschaffungsreserven. "Das ist eine Art Dritte-Säulen-Konto für Unternehmen, mit dem es steuerlich doppelt attraktiv wird, Eigenkapital zu äufnen", sagt Noser.

Handelszeitung / ots.

Um das Eigenmittelpolster sei es bei kleineren Betrieben nämlich eher dünn bestellt, wie die Corona-Krise gezeigt habe. Die Widerstandsfähigkeit der Firmen gelte es deshalb für eine nächste Krise zu stärken, fordert der FDP-Ständerat.

Mit dem Instrument der Arbeitsbeschaffungsreserven könnten die Firmen freiwillig Einlagen auf ein Sperrkonto beim Bund machen. Die Reservepolster seien als geschäftsmässige Unkosten abzugsfähig von den Steuern. Bahnt sich eine Wirtschaftskrise an, kann der Bund, in Absprache mit Kantonen und Verbänden, die Reserven in den Betrieben freigeben. Damit soll deren Leistungsfähigkeit gestärkt werden.

Die Reserven könnten betriebliche Krisenmassnahmen decken, von der Exportförderung bis zur Weiterbildung. Sie wären als Geschäftsaufwand erneut abzugsfähig. Mit dem doppelten Steueranreiz hofft Noser, dass die Firmen ihre Reserven stärken.

 

Foto: Ständerat Ruedi Noser (parlament.ch)

 

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