Der Preis für einen Quadratmeter Einfamilienhaus ist im vergangenen Monat unter die 6‘000-Franken-Grenze gefallen. Somit sanken die Angebotspreise für Einfamilienhäuser im Februar um 3,7 Prozent. Das zeigt der Swiss Real Estate Offer Index.

Scout24 Schweiz AG

Die Angebotspreise für Einfamilienhäuser verzeichnen im vergangenen Monat ein Minus von 3,7 Prozent. Dies zeigt der von ImmoScout24 in Zusammenarbeit mit dem Immobilienberatungsunternehmen IAZI AG erhobene Swiss Real Estate Offer Index.

«Einerseits zeigt ein Blick auf die Statistiken von ImmoScout24 in der Vergangenheit, dass im Februar die Angebotspreise für Einfamilienhäuser grundsätzlich eher sinken», sagt Martin Waeber, Director ImmoScout24. «Anderseits unterlegen unsere aktuellen Zahlen aber auch einen Trend, den wir schon seit längerem beobachten können», erklärt Martin Waeber. Die Preise im Schweizer Durchschnitt für Eigentumshäuser stagnieren oder fallen. Die Angst vor schneller steigenden Hypothekarzinsen nimmt zu. Dies hemmt aktuell – im Vergleich zur grossen Dynamik noch vor einiger Zeit – die Investitionsfreudigkeit in Einfamilienhäuser. «Bereits im April des letzten Jahres hatten wir bedingt durch ein Marktsegment einen starken, damals positiven, Ausschlag der Preise für Einfamilienhäuser», sagt Dr. Philippe Sormani, Partner und Verwaltungsratspräsident der IAZI AG. «Diesmal zeigt sich ein negativer Ausschlag, da überproportional viele Objekte unterhalb 100‘000 Franken als Angebote neu aufgeschaltet wurden». Allerdings sind die Standardobjekte, die in die Indexberechnung einfliessen von dieser überproportionalen Abnahme nicht im gleichen Masse betroffen.

Eigentumswohnungen hingegen verharren auf dem Jahresanfangsniveau. Der Angebotspreis für einen Quadratmeter Wohnfläche in dieser Kategorie liegt derzeit bei 7‘050 Franken. Dies entspricht einem Anstieg von 0,1 Prozent. Werden die vergangenen zwölf Monate betrachtet, resultiert nach wie vor ein Minus von 1,9 Prozent.

Seitwärtstrend bei den Mietpreisen hält weiterhin an

Der Februar brachte bei den Mietpreisen schweizweit kaum eine Veränderung (-0,1 Prozent). Über ein Jahr betrachtet zeigen die Angebotsmieten mit einem Minus von 0,9 Prozent ebenfalls ein negatives Ergebnis. Dadurch werden die leicht positiven Zahlen aus dem Januar wieder neutralisiert.

Nach Grossregion aufgeschlüsselt, ist das Niveau der Mietpreise wie gewohnt unterschiedlich. Während die Zentralschweiz (-0,3 Prozent) und der Grossraum Zürich (-0,3 Prozent) leichte Abschläge zeigen, sind in der Genferseeregion, im Mittelland wie auch in der Nordwestschweiz die Preise gleich geblieben. Einzig die Ostschweiz (-0,5 Prozent) und das Tessin (-0,9 Prozent) weisen erhöhte Veränderungen zum Vormonat aus.

«Auch wenn die USA an der Zinsschraube nach oben dreht, bleibt es unwahrscheinlich, dass Europa diese ohnehin zögerlichen Schritte ebenso nachvollzieht», kommentiert Martin Waeber die momentane Lage. Noch zu viele Probleme sind zu lösen, die sich mit den tiefen Zinsen besser anpacken lassen, fügt der Immobilienexperte hinzu. «Alle für den Schweizer Immobilienmarkt relevanten Wirtschaftsprognosen bezüglich der Konjunktur sind positiv. Das sollte, den hohen Leerstandsziffern zum Trotz, auch künftig Geld in „Betongold“ fliessen lassen», so Martin Waeber.

 

Grafik: Angebotsentwicklung der Einfamilienhäuser (Swiss Real Estate Offer Index) / zVg.)

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