Deutschland subventioniert als Konjunkturstimulus wegen der Corona-Krise den Absatz von Elektroautos mit 2,2 Milliarden Euro. Diese Kaufprämie für E-Autos bremse in der Schweiz den Wandel zur Elektromobilität aus, schreibt die "Handelszeitung" in ihrer neusten Ausgabe. "Wir rechnen damit, dass sich die Lieferzeiten für Elektrofahrzeuge im Schnitt von heute sechs Monaten auf bis zu einem Jahr erhöhen dürften", sagt Jörg Beckmann, Geschäftsführer des Elektromobilitätsverbands Swiss eMobility.

Handelszeitung / ots.

Der Nachschub an Elektrofahrzeugen hierzulande könnte sich aufgrund der Fördermassnahmen in Deutschland deutlich verknappen. Dino Graf vom Autoimporteur Amag geht davon aus, "dass alle Hersteller versuchen werden, Länder mit einer befristeten Prämie bestmöglich zu beliefern". Die Konsequenz sei, sagt Andreas Burgener, Direktor des Branchenverbands Autoschweiz, dass die Lieferzeiten von E-Autos hierzulande noch länger würden. "Die geltenden CO₂-Flottengrenzwerte werden damit noch schwieriger zu erreichen sein", so Burgener.

Je weniger Elektrofahrzeuge die Schweizer Autoimporteure verkaufen können, desto schlechter fällt ihre Umweltbilanz aus und desto teurer wird es für sie. Der Grund liegt bei den geltenden CO₂-Regeln. Sie sehen vor, dass in diesem Jahr der Ausstoss an Kohlendioxid über die Gesamtflotte gerechnet auf 95 Gramm absinkt.

 

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