Mit Entscheid vom 27. März 2019 hat das Bezirksgericht Lenzburg, Abteilung Familiengericht, die fürsorgerische Unterbringung von Tobi B. ein weiteres Mal überprüft. Aufgrund der positiven Entwicklung kam es zum Schluss, dass die Voraussetzungen für die fürsorgerische Unterbringung nicht mehr gegeben sind. Es wäre unverhältnismässig, die Massnahme aufrechtzuerhalten. Entsprechend wurde die fürsorgerische Unterbringung aufgehoben und ersatzweise eine geregelte Nachbetreuung angeordnet. In diesem Rahmen wird Tobi B. weiterhin unterstützt, betreut und behandelt.

Gerichte AG

Es war ein bestialisches Verbrechen: Im Alter von 17 Jahren ermordete Tobi B. (heute 29) aus Rupperswil eine Dirne. 2008 drang er in den Aarauer Erotiksalon «Metro» ein, vergewaltigte die Deutsche (40) mehrfach und strangulierte sie so lange mit einem Elektrokabel, bis sie aufhörte zu atmen. Jetzt ist der Mörder wieder frei. Dies schreiben die Gerichte AG in einer Mitteilung.

Die Situation um Tobi B. habe sich weiter positiv entwickelt. Dies gelte insbesondere auch für die Zeit seit seiner Verlegung in den Kanton Zürich. Unter den gegebenen Umständen sei eine fürsorgerische Unterbringung nicht mehr gerechtfertigt. Das Bezirksgericht Lenzburg hat diese deshalb zugunsten einer milderen Massnahme aufgehoben und durch eine geregelte Nachbetreuung ersetzt.

Tobi B. befindet sich in einem begleiteten Wohnen im Kanton Zürich. In diesem Rahmen wird er weiterhin unterstützt, betreut und behandelt.

Der Entscheid des Bezirksgerichts ist inzwischen rechtskräftig geworden.

 

Symbolbild von Thorben Wengert / pixelio.de

 

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