73,5 Prozent der Stimmenden sagen im Kanton Solothurn Ja zu einer Steuerreform. Eine erste Vorlage hatte am 19. Mai 2019 wegen Widerstandes von links keine Mehrheit gefunden. Die zweite Vorlage sieht im Unterschied zur ersten eine weniger starke Senkung der Unternehmensgewinnsteuer vor. Aber immerhin: Der Kanton Solothurn wurde heute ein Stück attraktiver. 

red. 

Personen mit kleinen Einkommen werden bei der Einkommenssteuer entlastet. Die von der Steuerreform begünstigten juristischen Personen leisten neu Beiträge für die Finanzierung der bestehenden Ergänzungsleistungen für Familien. Zur Gegenfinanzierung soll die Vermögenssteuer für Vermögen von über einer Million Franken und die Teilbesteuerung von Dividenden erhöht werden.

Der Solothurner Finanzdirektor Roland Heim zeigte sich nach der Abstimmung im Radio SRF erleichtert. Die jahrelange Arbeit habe sich nun ausbezahlt. Im Volk habe sich die Meinung durchgesetzt, dass etwas getan werden müsse. Mit der überarbeiteten Vorlage sei das Anliegen nun mehrheitsfähig geworden. Es sei klar gewesen, dass eine Steuersenkung für Firmen nicht überall auf Verständnis stösst. Wegen dieser kritischen Stimmen habe die Regierung beschlossen, dass die zweite Vorlage dem Stimmvolk vorgelegt wird.

Und dieses sagte heute deutlich Ja zu einem für Unternehmen steuerlich attraktiveren Kanton Solothurn. 

 

Symbolbild von Petra Bork / pixelio.de

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