Mit grossem Interesse habe ich in der NOZ vom 26. Juni 2019, den Beitrag «Der da Vinci im Operationssaal» gelesen. Nach eingehenderen Recherchen haben mich 5 herausragende Facts dieses Präzisionsinstruments sehr überzeugt.

Kurt Kristandl, Lostorf

  1. Hochauflösende, wackelfreie 3D-Bildgebung vom Operationsfeld mit bis zu 10-facher Vergrösserungsmöglichkeit, zur Darstellung feinster Strukturen wie kleine Gefässe oder Nervensträngen. Umschaltbar auf Fluoreszenzbildgebung um durchblutete Strukturen speziell darzustellen.
  2. Der da Vinci hat 4 Roboter assistierte Laparoskopie-Instrumente mit feinster Mechanik und winzigen Gelenken, die ganz neue Bewegungsgrade zulassen, was bei schwer zugänglichen Regionen ein enormer Vorteil ist.
  3. Die Bewegungen des Operateurs können mit einer bis zu fünffachen Untersetzung auf die Laparoskopie Instrumente übertragen werden, was feinste und präziseste Operationsschritte ermöglicht. Das natürliche Zittern einer Hand (Tremor-Effekt) wird ausgeschaltet und brüske Bewegungen korrigiert der Roboter automatisch.
  4. Entspanntes und somit konzentrierteres sowie sicheres Führen in Echtzeit der vier da Vinci-Roboterarme durch den erfahrenen Chirurgen an einer ergonomischen, nebenstehenden Chirurgenkonsole.
  5. Eingriff erfolgt minimalinvasiv durch wenige, 1-2cm kleine Schnitte.

Für mich war sofort klar, meine bevorstehende Gallenblasenentfernung mit diesem Roboterassistierten Operationssystem, im KS-Olten, durchführen zu lassen. Nach erfolgtem Eingriff mit diesem phänomenalen Operations-Instrument, war ich sehr beeindruckt. Bereits ab Aufwachen aus der Vollnarkose fühlte ich mich wesentlich besser, als nach einer vergleichbaren, ebenfalls minimalinvasiven Operation ohne da Vinci, der ich mich vor 4 Jahren unterziehen musste. Mit da Vinci ging es mir immer bedeutend besser und schon nach 48h konnte ich wieder nach Hause. Die Heilungs- und Genesungszeit ist entsprechend ungleich kürzer.

Fazit: Gerade ältere Personen wie ich, profitieren besonders von diesem modernen Operationsverfahren, denn es belastet den Körper deutlich weniger. Schmerzen und Blutverlust sind wesentlich geringer. Die Verweildauer im Spital ist kürzer und man ist schneller im Alltag zurück und kann seine Arbeit wiederaufnehmen.

Ich danke dem Solothurner Gesundheitswesen, insbesondere Prof. Dr. med. Ulrich Dietz, Chefarzt der Chirurgie am Kantonsspital Olten, sowie seinem ganzen Ärzte- und Pflegeteam für ihre hervorragende Präzisions- und Teamarbeit. Anerkennenswert: Das KSO ist unter Prof. Dr. Ulrich Dietz zum Referenzzentrum für roboterassistierte da Vinci Xi ® Operationen im Bereich der Hernien-Chirurgie ernannt worden und bildet entsprechend Ärzte aus der ganzen Schweiz daran aus. 

Kommentare

Avatar
Sicherheitscode